Schulevaluation

Bei der Primarschule Mümliswil steht nur eine Ampel nicht auf grün

Die Fachhochschule Nordwestschweiz führte an der Primarschule Mümliswil-Ramiswil eine Schulevaluation durch. Die Ampeln stehen — bis auf eine — auf grün.

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Das Schulhaus Brühl in Mümliswil.

Das Schulhaus Brühl in Mümliswil.

Bruno Kissling

Die Schule Mümliswil-Ramiswil ist die letzte im Kanton Solothurn, die nach dem aufwendigen System überprüft worden ist. Dabei werden die Schulen mittels eines Ampelverfahrens bewertet. Eine grüne Ampel bedeutet, dass kein Handlungsbedarf besteht, eine gelbe, dass zwar Handlungsbedarf besteht, dieser aber von der Schule selbst geleistet werden kann.

Die Schulleitung erstellt ein Portfolio zuhanden des Evaluationsteams. Miteinbezogen wurden die Schülerinnen und Schüler des «grossen» Kindergartens bis und mit der 6. Klasse sowie die Lehrpersonen. Die Eltern konnten sich mittels Fragebogen beteiligen. Nach den Auswertungen besuchte das Evaluationsteam an zwei Tagen die Schule. Es fanden in dieser Zeit Schulbesuche in Klassen statt, und es wurden Gespräche und Interviews mit Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen, Eltern, Hauswarten, der Mittagstischbetreuung sowie dem Gemeindepräsidium geführt.

Positives Schulklima

Es gelingt den Lehrpersonen und der Schulleitungn ein Schul- und Unterrichtsklima zu schaffen, in dem sich die Schülerinnen und Schüler insgesamt wohl fühlen. Gute Voraussetzungen dafür sind zum einen die guten Beziehungen unter den Schülerinnen und Schülern sowie zu den Lehrpersonen als auch stufen- und standortübergreifende Anlässe, die das gute Klima an der Schule fördern und sich positiv auf die Gemeinschaftsbildung auswirken.

Der wertschätzende Umgang untereinander sowie die gegenseitige Unterstützung sind an der Schule wichtige Grundlagen für eine tragende Zusammenarbeit der Lehrpersonen. Es gibt Zeitgefässe und Strukturen zur Förderung des Meinungs- und Erfahrungsaustausches innerhalb des Kollegiums. Die Lehrpersonen sind mit der kollegialen Kooperation mehrheitlich zufrieden, sehen aber in verschiedener Hinsicht noch Entwicklungsbedarf, sowohl bezüglich der Offenheit der Lehrpersonen untereinander als auch mit der Schulleiterin.

Es besteht aus der Sicht der Schule und der Eltern ein gutes Einvernehmen zwischen Schule und Elternhäusern. Die Eltern sind zufrieden mit den allgemeinen Informationen zum Schulbetrieb und ihrem Kontakt zur Schule. Die Eltern wissen, an wen sie sich mit Anliegen und bei Problemen wenden können und fühlen sich mit ihren Anliegen und Fragen ernst genommen.

Die Schulführungsstruktur ist der Grösse der Schule angepasst und entspricht den Erfordernissen des Schulalltags. Rollen, Zuständigkeiten und Aufgaben sind geklärt und werden entsprechend wahrgenommen. Die Schulleiterin und das Kollegium sind bereit, die eigene Schule zu verbessern und weiterzuentwickeln. Nach den schulorganisatorischen Veränderungen der letzten Jahre rückt die Frage nach der pädagogischen Weiterentwicklung wieder in den Mittelpunkt. Dies macht es notwendig, dass sich die Schulleitung wieder stärker auf ihre pädagogische Führungsaufgabe konzentriert.

Eine gelbe Ampel

Das Evaluationsteam stellte Defizite in der Personalführung und in der Steuerung des Q-Managements fest. Das Evaluationsteam zeigt in diesem Bereich klar auf, was verbessert werden muss.

Insgesamt hat das Evaluationsteam einen guten Eindruck von der Schule Mümliswil-Ramiswil gewonnen. Aus dessen Sicht wird trotz der gelben Ampel im Bereich Qualitätsmanagement viel positive Arbeit geleistet. In allen andern Ampelbereichen erfüllt die Schule die grundlegenden Anforderungen, diese Ampeln stehen auf grün.

Bei verschiedenen Anspruchsgruppen besteht eine grosse Zufriedenheit mit der Schule. Den Schülerinnen und Schülern ist es grösstenteils wohl, die Eltern sind mehrheitlich zufrieden und die Schule geniesst das Vertrauen der politischen Verantwortlichen. (Kbm)