Katholische Kirche

4 von 7 Kirchgemeinderäten in Egerkingen hören auf

Der katholische Kirchgemeindepräsident Dominik Studer (CVP) gibt sein Amt nach vier Jahren Ende der Legislatur ab. Mit ihm gleich alle drei FDP-Vertreter.

Philipp Felber
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Nun wird die Sanierung des Pfarrhauses bei der St. Martinskirche geplant.

Nun wird die Sanierung des Pfarrhauses bei der St. Martinskirche geplant.

BRUNO KISSLING 079 603 70 10;

Gleich vier von sieben Kirchgemeinderäte der römisch-katholischen Kirchgemeinde Egerkingen geben ihr Amt ab. Unter ihnen auch der Präsident der Kirchgemeinde, Dominik Studer. «Ich habe einige Nebenämter und vier Kinder, zeitlich wird dies sehr schwierig zu koordinieren», sagt er auf Anfrage. Ob sein Rückzug denn nichts mit den Querelen rund um die Rückweisung des Budgets für das Jahr 2016 zu tun hat habe?

«Es ist sicherlich so, dass dieser Sachverhalt beim Entscheid, wo ich kürzertreten werde, mit hineingespielt hat», so Studer. Der Hauptgrund liege jedoch beim Zeitaufwand, welcher das Amt mit sich bringt. Neben Studer treten auch alle FDP-Mitglieder des Rats nicht mehr an. «Ich weiss nicht, ob dies auch deren Entscheid beeinflusst hat», sagt Studer.

Rückblick: Ende 2015 trat die Versammlung gar nicht auf das Budget 2016 ein, nachdem sich einige Wortführer dagegen ausgesprochen und ein entsprechender Antrag gestellt worden war. Unzufriedenheit rund um den Pastoralraum Gäu standen damals offenbar im Vordergrund der Budgetrückweisung.

Egerkingens FDP-Ortsparteipräsident Benny Löffel sagte auf Anfrage, dass die FDP auf der Suche nach neuen Kräften für den Kirchgemeinderat ist, momentan aber noch kein konkretes Ergebnis vorliege. An der Personalfront sieht es für die CVP besser aus, hat sie doch eine Ersatzgemeinderätin, welche nachrücken könnte. Wer neuer Präsident oder neue Präsidentin des Kirchgemeinderats werden wird, ist jedoch ungewiss.

Pfarrhaus-Umbau kann beginnen

An der Gemeindeversammlung im November 2016 wurde ein Projektierungskredit zum Umbau des Pfarrhauses beschlossen. Die daraufhin einberufene Arbeitsgruppe «Umbau Pfarrhaus» (Karin Aeschbach, Isabelle Brosi, Clemens Fischer, Edith Fischer, Sergio Rovelli, Dominik Studer, Vorsitz und Bruno von Arx-Kissling) hat nun ihre Arbeit aufgenommen.

Zusammen mit dem Architekturbüro Robert&Esslinger und der Finanzkommission der Kirchgemeinde werden in den kommenden Wochen verschiedene Varianten zum Umbau des Pfarrhauses als Entscheidungsgrundlage für die Gemeindeversammlung im Juni 2017 erarbeitet.

Zudem wurde die an der Gemeindeversammlung im November 2016 verabschiedete Dienst- und Gehaltsordnung vom Amt für Gemeinden genehmigt. Somit tritt sie rückwirkend per 1. Januar 2017 definitiv in Kraft.

Im Jahr 2016 haben insgesamt 13 Personen ihren Austritt aus der römisch-katholischen Kirche erklärt. (mgt)