Synchro-Show

Synchron von Finger- bis Fussspitzen

Bereits zum 19. Mal überzeugten die Synchronschwimmerinnen des Schwimmclubs Solothurn. In ihrer Show zeichneten sie in 75 Minuten den Lauf der Welt von den Dinosauriern bis in weite Zukunft nach.

Pius Rüegger
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Synchro-Show des Schwimmclubs Solothurn
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Synchro-Show des Schwimmclubs Solothurn

Hansjörg Sahli

65 Millionen Jahre vor Christus bevölkerten die Dinosaurier unseren Planeten. Wie sieht dieser im Jahr 2222 aus? Dieses Zeitenlaufs nahmen sich die Synchronschwimmerinnen des Schwimmclubs Solothurn an.

Ihre Erkenntnisse komprimierten sie auf 75 Minuten zur 19. Synchro-Show im Hallenbad der Pädagogischen Hochschule in Solothurn. Die Wassernixen wussten mit ihrer «Reise durch die Zeit» zu begeistern. «Vor allem fand ich es schön, wenn ich während der Show ins Publikum schaute und sah, dass die Leute Spass hatten», resümierte Noëlle Rufer, Präsidentin des Organisationskomitees (OK).

Einstein und Newton

Im ersten Teil wurde Aufbauarbeit geleistet. Albert Einstein (Salome Braun) und Isaac Newton (Melanie Tüscher) sammelten Teile zum Bau ihrer Zeitmaschine zusammen. Diese schafften die Leistungsgruppen symbolhaft mit ihren Wettkampf-Küren herbei. Sie schnitten die Elemente zu Medleys zusammen und verbanden sie zu einem Ganzen für Teamformation, Solo, Duett und Trio.

Den Auftakt machte das B-Team (12–15 Jahre) mit einem Lenkrad. Das D-Team (10–13) steuerte eine Antenne bei, die Ehemaligen (20–25) einen Schaltknüppel, das C-Team (10-13) ein Velo und das A-Team (15–19) ein Zifferblatt. «Aus der Hektik des Alltags im digitalen Zeitalter führen, den Blick in die Zukunft nicht vergessen», vertiefte Moderatorin Lisan Vougts das Motto.

Spritzig und synchron von den Finger- bis zu den Fussspitzen wirkten diese Auftritte vielfältig. Adäquate musikalische Auswahl und farbenprächtige Badkleider trugen zum effektvollen Ausdruck bei.

Mittelalter und Hippie-Party

Nun nahmen Einstein und Newton ihre Zeitmaschine in Betrieb. Zuerst blieb sie am 25. Juni 1982 stehen. Das C-Team liess mit seiner Hippie-Party manches Herz höherschlagen. Ungewöhnlich stellte das B-Team die Antike 50 Jahre vor Christus um. Römer und Ägypter feierten zusammen. «Der Krieg war eigentlich ein riesengrosses Fest», stellte die Moderatorin fest.

Noch weiter zurück ging es mit den Jüngsten – zu den Dinosauriern. Mit dem D-Team durften die Sechs- bis Zehnjährigen des E-Teams, die noch keine Wettkämpfe bestreiten, zeigen, was sie bereits können. Einen Sprung nach vorne machte das A-Team ins 2222. Alles war intensiver, greller, leuchtender.

Düsterer wurde es bei den Ehemaligen. Sie tauchten ins Mittelalter ab zu den Kreuzrittern. Besinnlich das Schlussbild mit allen Aktiven: Das «Hallelujah» in der Version von Alexandra Burke zauberte mit Sternfiguren und Kerzenlicht adventliche Stimmung ins Bad.

Synchro-Show als Maturaarbeit

Übrigens, diese 19. Synchro-Show war die Maturaarbeit von OK-Präsidentin Noëlle Rufer. «Weil ich neun Jahre, davon sieben in Solothurn, diese Sportart machen durfte, kam mir die Idee dafür, weil ich damit dem Club etwas zurückgeben kann, was ihm hilft», erklärte die 19-jährige Burgdorferin, die am dortigen Gymnasium zur Schule geht.

Ihre Arbeit umfasste die Gesamtorganisation (Ansprechperson, Finanzen, Sponsoren, Dekoration, Bad- und Foyer-Reservation, Tribünenbeschaffungen inklusive Aufbau, Synchro-Beizli, Einsatzpläne etc). Unterstützt wurde sie von ihren Trainerkolleginnen und Eltern. Das Studium will sie hingegen in Richtung Hotelfach/Tourismus aufnehmen mit einem Bein als Trainerin und Masters-Schwimmerin. Während ihrem Austauschjahr im texanischen Houston gehörte sie auch dem Wasserball-Team an.