«Whitestone Arena»

Sprünge und Hügel müssen neu aufgebaut werden – Bikepark-Eröffnung auf Herbst geplant

Nach Verzögerungen ist der Bikepark «Whitestone Arena» in der Solothurner Weststadt auf Kurs. Eröffnet werden soll er im Herbst. Derzeit warten die Initianten noch auf guten Aushub, um die Sprünge und Hügel neu aufzubauen.

Andreas Kaufmann
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Das Areal vor dem alten Lusthäuschen
5 Bilder
Stand Frühling 2016 der «Whitestone Arena»
Noch wartet die Startrampe auf die Biker
Erste Arbeiten sind getan
Die Initianten Marc Henzi und Lukas Ischi im Sommer 2014

Das Areal vor dem alten Lusthäuschen

Wolfgang Wagmann

Erdhügel dominieren zurzeit das Terrain südlich des Henzihofs. Sie erwecken fast den Eindruck, als würden hier die Bauarbeiten für das städtische Grossprojekt Weitblick ihren Lauf nehmen. Tatsächlich aber gewinnt hier ein kleineres, doch nicht weniger ehrgeiziges Projekt aus ehrenamtlicher Initiative an Gestalt.

So soll unter dem Namen «Whitestone Arena» ein Bikepark über 1100 Quadratmeter entstehen, auf dem Anfänger oder Fortgeschrittene auf drei Strecken ihre Sprünge zum Besten geben können.

Nach Vorstellung der Initianten soll der Park im Herbst in Betrieb gehen. «Das scheint ein realistischer Zeitpunkt zu sein», sagt Marc Henzi von «WhiteStone Bikecrew», dem Verein hinter dem Projekt. Er ist Teil einer Kerngruppe von zehn jungen und junggebliebenen Personen, die dem akrobatischen Radsport diese Plattform geben möchten.

Warten auf richtiges Material

Bloss: Zwischenzeitlich wurde das Projekt von Hindernissen abgebremst. Planmässig hätte der Park nämlich bereits im Herbst 2014 in Betrieb gehen sollen. Vier Einsprachen der Nachbarschaft machten dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung: So wurden Bedenken laut, der Betrieb der Arena würde Lärm nach sich ziehen, und die Errichtung der Parkplätze würde Wildparkierer anlocken. Auch bezüglich nötiger sanitärer Anlagen setzten die Einsprecher Fragezeichen.

Durch Gespräche mit der Stadt und den Anwohnern konnten jedoch Bedenken ausgeräumt werden: Die Einsprachen wurden zurückgezogen, weil der Verein verschiedenen Auflagen zusagte. Als Betriebsbeginn wurde dieser Frühling angepeilt.

Was aber dem «Frühlingserwachen» nun im Wege steht, ist vor allem die Materialbeschaffung: Das im vergangenen Herbst aufgeschichtete, zu grobkörnige Erdmaterial rutschte ab.

«Deshalb haben wir auf guten Aushub gewartet, um die Sprünge und Hügel neu aufzubauen», erklärt Henzi. Konkret wird das Projekt durch Arbeitskraft und Material – unter anderem eben auch Aushub von Baustellen – von der Bauunternehmung Marti AG unterstützt, ferner durch Bartlome Gartenbau in Lüsslingen.

Anfang April nun soll die restliche Erde verteilt werden. Auf die Bike Days hin (20. bis 22. Mai) könnte die Anlage bereits teilweise befahrbar sein. Auch wenn der Verein kein offizieller Partner des Velofestivals ist, hofft man doch darauf, das Interesse der Velophilen auf den Park zu ziehen. Sobald die groben Baggerarbeiten abgeschlossen sind, wird der Bau des westlichen Abschlusszauns sowie der mindestens fünf Parkplätze ins Auge gefasst.

Fortlaufend werden danach bis in den Sommer hinein die grosse Dirtline für Fortgeschrittene, die kleinere Einsteigerpiste, sowie der Pumptrack aufgebaut. Dann sollen die drei Strecken ausgiebig getestet werden. «Der Betriebsbeginn ist nicht schlecht angesetzt. Herbst und Frühling sind Hauptsaisons zum Fahren, da es weder zu heiss noch zu kalt ist.»

Spontan helfende Hände

Ebenfalls im Mai, und zwar an zwei Samstagen, lädt der Verein anlässlich der Veranstaltungsserie «Platz da!» im öffentlichen Raum zur Mithilfe an der Anlage ein. «Das ist die erste grössere Aktion, um uns der Öffentlichkeit zu präsentieren», sagt Henzi. Allerdings habe es unterdessen bereits einige spontan helfende Hände auf Platz gegeben, was die Realisierung schrittweise voranbringt. Ohnehin wird ein Grossteil des Aufwands durch ehrenamtliche Arbeit bestritten: «Sogar ganze Veloclubs wollen mithelfen.»

Als einzige finanzielle Unsicherheit bleibt die Frage nach der WC-Anlage offen, die ebenfalls als Auflage an die Initianten herangetragen wurde: Da es sich beim Bikepark vorerst um eine Zwischennutzung bis 2019 handelt, sollten die Kosten verhältnismässig sein, so Henzi.