Solothurn
«Das Angebot ist wie die schönsten Blumen aus jedem Garten»: Neuer orientalischer Take-away kommt in die Schaalgasse

An der Schaalgasse 3 gibt es einen Wechsel. Der Take-away-Laden Makimania zügelt auf den Dornacherplatz, neu wird in der Altstadt orientalisches Essen serviert.

Judith Frei
Drucken
Teilen
An der Schaalgasse 3 gibt es Wechsel: Nicole Müller (links) eröffnet im Frühling ein neues Restaurant auf dem Dornacherplatz. Natalie Marti Alfakhih und Walid Alfakhih eröffnen am 17. November das «al Lammah».

An der Schaalgasse 3 gibt es Wechsel: Nicole Müller (links) eröffnet im Frühling ein neues Restaurant auf dem Dornacherplatz. Natalie Marti Alfakhih und Walid Alfakhih eröffnen am 17. November das «al Lammah».

Hanspeter Bärtschi

Vor rund zwei Jahren hat Nicole Müller das Lokal der «Rossmetzg» an der Schaalgasse 3 übernommen. Müller verkaufte in der Altstadt aber kein Pferdefleisch, wie man es sich für die letzten 40 Jahren gewohnt war, sondern japanisch inspirierte Speisen.

Jetzt gibt es wieder einen Wechsel. Ende diese Woche wird in Müllers Laden Makimania zum letzten Mal Poké Bowls und Sushi verkauft. Nach einer kurzen Umbauphase wird dort aber immer noch Essen serviert und es bleibt exotisch: Am 17. November wird das «al Lammah» eröffnet. Geführt wird vom Ehepaar Walid und Natalie Marti Alfakhih. «‹Al Lammah› heisst frei übersetzt gemütliches Zusammensein», erklärt Natalie Marti Alfakhih.

In ihrem Take-away kann man über Falafel, Shawarma und Dolma Speisen aus verschiedenen Regionen im Nahen Osten essen.

«Das Angebot ist wie die schönsten Blumen aus jedem Garten»,

erklärt Walid Alfakhih das Konzept seines neuen Ladens. Sein Ziel ist es auch, dass über Mittag die Kundschaft schnell bedient wird und am Abend das Essen nach Hause geliefert werden kann.

Dass es einige Schritte weiter in der Theatergasse schon die Pittaria gibt, beunruhigt ihn nicht. «Ich bin überzeugt, wir können gut nebeneinander existieren.» Von Konkurrenz will er nichts wissen. «Wir bieten auch nicht genau das Gleiche an, daher sehe ich unseren Laden als Ergänzung», fügt seine Frau an.

Der gebürtige Libyier Alfakhih hat in der Schweiz seine Leidenschaft zum Beruf gemacht: Kochen. Als Kind sei er viel in der Küche gewesen und hat seiner Urgrossmutter und Grossmutter beim Kochen beobachtet und mitgeholfen. «Ich weiss gar nicht genau, wann ich angefangen habe, zu kochen. Ich war schon immer viel in der Küche, ich habe das im Blut», erklärt er lachend: «Mich haben schon immer die verschiedenen Gerüche und Gewürze beeindruckt.» Er verbindet die verschiedenen Geschmäcker mit seiner Kindheit und so auch unweigerlich mit seinem Geburtsort.

In der Schweiz sei er zuerst von seinen Freunden angefragt worden, ob er für Feiern und Anlässe für sie kochen könne. Mit der Zeit haben sich die Anfragen gehäuft, dass er daraus ein Geschäft machen konnte: Al Lammah Catering. Der Geschäftsmittelpunkt war damals noch in Bern.

Das Ehepaar ist jetzt sieben Jahren in Solothurn und hatte die Idee, hier ein Geschäft zusammen aufzubauen. «Für mich ist die Gastro-Welt noch neu. Jetzt bin ich gerade dabei, das Wirtepatent zu machen», sagt Marti Alfakhih. Sie freue sich sehr auf die neue Aufgabe und ist durch den einfachen Start mit dem Standort voller Vorfreude. Denn dass sie diesen Ort gefunden haben, sei Zufall gewesen. «Dieser Standort ist wie ein Geschenk vom Himmel», meint Walid Alfakhih und strahlt. Sie haben noch nicht richtig mit der Suche angefangen und haben schon bald das Inserat gesehen und sehr schnell den Zuschlag bekommen.

«Ich habe sehr viel Anfragen bekommen», erklärt Nicole Müller. Dass das Ehepaar Alfakhih das Lokal übernimmt, macht sie sehr glücklich: «Ich habe sehr viel in diesen Ort investiert und viel selber umgebaut.» Den Ort in guten Händen zu wissen, mache ihr den Abschied leichter.

Ende dieser Woche wird sie sich von diesem Ort verabschieden müssen. «Ich freue mich aber auf den neuen Ort auf dem Dornacherplatz», sagt sie. Im Pavillon auf dem Dornacherplatz wird sie ihr neues Restaurant mit leicht abgeändertem Konzept und neuem Namen eröffnen: Neu heisst es «So Poké» und Sushi findet man nicht mehr auf der Speisekarte. Der Fokus liegt nun ganz auf den leckeren Poké Bowls.

Am 17. November wird der Laden al Lammah an der Schaalgasse 3 eröffnet. «So Poké» wird im Frühling auf dem Dornacherplatz eröffnet.

Aktuelle Nachrichten