Kofmehl-Areal

«Schöner Erfolg nach langem, engagierten Kampf»: Einsprecher freut sich über «Übungsabbruch» von Coop

Dass Coop seine Pläne für ein neues grosses Einkaufszentrum auf dem ehemaligen Kofmehl-Areal in Solothurn begräbt, bezeichnet Hans Andreas Bühlmann, als «schönen Erfolg». Er hatte seit Jahren gegen das Projekt gekämpft – bis vor Bundesgericht.

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Ein solches Einkaufszentrum entspricht laut nicht den aktuellen Kundenbedürfnissen.

Ein solches Einkaufszentrum entspricht laut nicht den aktuellen Kundenbedürfnissen.

zvg

Vor acht Jahren schaffte es Hans Andreas Bühlmann, den Gestaltungsplan zum Projekt bis vor Bundesgericht – und dort zu Fall zu bringen. Nach jahrelangem Ringen entschied nun Coop, das Projekt auf Eis zu legen.

Einsprecher Bühlmann betrachtet den Ausgang der jahrelangen Geschichte als «schönen Erfolg nach einem langen, engagierten Kampf», für den ihm bereits aus der Anwohnerschaft mehrfach gratuliert worden sei.

Auch er spricht von einem veralteten, weil überdimensionierten Detaillistenkonzept und einem falschen Standort: Ein «Versorger» wie Coop gehöre – wenn schon – mitten ins Entwicklungsgebiet des künftigen «Weitblicks» – aber nicht an dessen Rand.

Bühlmann hatte beanstandet, das Projekt sei nicht im kantonalen Richtplan enthalten. Nach dem behobenen Mangel kämpfte der Einsprecher mit einem umfangreichen materiellen Mängelkatalog weiter, der mitunter die schon heute kritische Verkehrsbelastung am Knoten Allmend und beim Jumbo-Kreisel monierte. Ein Thema seiner Beanstandungen war auch die Gebäudehöhe des geplanten Einkaufszentrums. Damit preschte Bühlmann bis vor Bundesgericht, scheiterte dort dann aber vor gut einem Jahr.

Aus Sicht von Stadtpräsident Kurt Fluri bleibt noch vieles offen: «Der Gestaltungsplan bleibt bewilligt. Ob es nun aber zu einem Baugesuch kommt, ist zu relativieren.» Festhalten will man seitens Stadt aber an der ursprünglichen Dimensionierung und der maximal möglichen Ausnützung. «Wir verfolgen dabei die gleiche Philosophie wie im ‹Weitblick›-Gebiet», so Fluri. So wolle man auf dem Areal weiterhin den raumplanerisch angezeigten Weg der Verdichtung gehen. (ww/ak)

(23.2.2018)