Ökologisch

Gute Laune und ein kleiner ökologischer Fussabdruck: So war der Markt im Kapuzinerkloster

Der Markt im Kapuzinerkloster zog dank Nachmittagssonne viele interessierte Besucher an.

Hans Peter Schläfli
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Michel Lüthi/bilderwerft.ch

Viel besser hätte das Wetter nicht mitspielen können: Als die Leute nach dem intensiven Regen des Morgens etwas ungläubig in den sich aufklärenden Himmel schauten und überlegten, was man denn mit so einem angebrochenen Samstag noch anfangen könnte, war der Markt im Kapuzinerkloster der perfekte Anlass. Hier gab der Bellacher Jodlerclub Seerose ein Ständchen nach dem anderen, während sich der naturnahe Garten in den Klostermauern nach und nach füllte.

An den vielen kleinen Ständen gab es alles, was gute Laune verbreitet und einen kleinen Fussabdruck in der Natur hinterlässt: biologisch hergestellter Käse, Waffeln, Eistee, Würstchen, Wein aus dem Wallis und nicht zu vergessen, den Kapugin, hergestellt in der ehemaligen Klosterapotheke und jeweils mit einem speziellen Kraut verfeinert. Der aktuelle Brand, auf 360 Flaschen limitiert und mit Brennesseln angereichert, geht besonders rund die Kehle hinunter.

Von biologischen Produktionen bis zu wissenswerten Infos

Während sich die Eltern an den verschiedensten, biologisch produzierten Leckereien erfreuten, konnten die Kinder durch ein Binokular schauen und lernen, was da alles in einer Krume Erde herumkriecht, wenn diese mit biologischem Kompost gedüngt wurde. «Wir brauchen keine grüne Tonne, denn es sollte nichts aus einem Garten herausgetragen werden, alles hat seinen Wert», erklärte Benedikt Bohren vom Verein Bioterra, wie die Kompostanlage funktioniert. «So bekommt man nicht nur gesunde Lebensmittel, man spart auch Geld, weil man weder Dünger noch Gifte kaufen muss.»

Die Solothurner Sektion des Vereins für biologischen Garten- und Landschaftsbau ist seit rund einem Jahre im Kloster daheim. Eine ideale Symbiose, meint Bohren: «Der biologische Markt ist natürlich die ideale Plattform, um ein Publikum zu finden, das ein offenes Ohr für unsere Anliegen hat.»

Im Wystübli gibt es zertifizierte Bio-Weine

Hans Meier vom Wystübli, das jeweils am Donnerstagnachmittag im Kapuzinerkloster geöffnet ist, präsentierte derweil die Weine des Cave du Chevalier Bayard aus dem Wallis. «Es sind zwar nicht alle Weine zertifiziert, aber der ganze Weinberg in Varen wird nach den Grundsätzen des biologischen Anbaus geführt», erklärte Meier.

«Unseren Muscat darf man also man mit gutem Gewissen trinken.» Und wer im Wystübli schon einmal den feinen Walliser Cornalin degustiert hat, der kann bestätigen, dass es die Gute Laune noch gratis obendrauf gibt.

Hinweis
Der nächste Markt im Kapuzinerkloster ist am 6. November, wenn sich alles um vegane Produkte drehen wird. www.kapuzinerkloster-solothurn.ch