Kino im Uferbau

Es war einmal in Marseille...

Das Kino im Uferbau zeigt vom 22. bis 25. Juli den Film «Transit».

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Direkt neben dem «Solheure»: Das Kino Uferbau.

Direkt neben dem «Solheure»: Das Kino Uferbau.

Noëlle Karpf

Die deutschen Truppen stehen vor Paris. Georg, deutscher Flüchtling, entkommt nach Marseille. Im Gepäck hat er die Hinterlassenschaft des Schriftstellers Weidel, der sich aus Angst vor seinen Verfolgern das Leben genommen hat: ein Manuskript, Briefe, die Zusicherung eines Visums durch die mexikanische Botschaft. In Marseille darf nur bleiben, wer beweisen kann, dass er gehen wird. Visa für die möglichen Aufnahmeländer werden gebraucht. Georg erinnert sich der Papiere Weidels und nimmt dessen Identität an. Er taucht ein in die ungefähre Existenz des Transits. Flüchtlingsgespräche in den Korridoren des kleinen Hotels, der Konsulate, in den Cafés und am Hafen.

Lässt sich anderswo ein neues Leben beginnen? Der Film «Transit» basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers. In einer fast schwebenden Begegnung des historischen Stoffs mit der Gegenwart des heutigen Marseille erzählt Christian Petzold die Geschichte der Sehnsucht. (mgt)

Zu sehen ist «Transit» im Kino im Uferbau, und zwar am Sonntag, 22. Juli um 18 Uhr, sowie von Montag, 23., bis Mittwoch, 25. Juli jeweils um 18.15 Uhr.