Galerie Artesol
Dunkle Skulpturen und fantasievolle Malereien als Kontrast

Mit den neuen Arbeiten von Margaret Perucconi, Malerei, und Claudine Leroy, Bronzeskulptur, stehen sich in der Galerie Artesol eine reiche sensible Farbenwelt in lichten Pastelltönen und schwere dunkle Skulpturen abstrahierter Körperteile gegenüber.

Hans R. Fröhlich
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Sie bestreiten die aktuelle Ausstellung in der Galerie Artesol: Claudine Leroy und Margaret Perucconi.

Sie bestreiten die aktuelle Ausstellung in der Galerie Artesol: Claudine Leroy und Margaret Perucconi.

Fröhlich

Die Skulpturen der Bildhauerin Claudine Leroy sind grössten Teils in Bronze gegossen und zeichnen sich durch ihre vollen und sinnlichen Formen aus. Die formale Gestaltung steht in der Tradition von Hans Arp und gehört somit auch in die Tradition des 20. Jahrhunderts. Der Ursprung ihrer früheren Arbeiten war der weibliche Körper, der nun eine sehr starke Abstraktion erfahren hat. Dadurch haben sie nun ihre eigene Identität erlangt. Leroys Skulpturen präsentieren sich kraftvoll und gleichzeitig sehr harmonisch. Sehr eindrücklich ist die Vielfalt der verschiedenen Bronzepatinas. Neben dunklem Blau, Grün- und Brauntönen verwendet die Künstlerin auch das eher selten verwendete Mahagonirot, was nicht zuletzt einen gewissen Blickfang bewirkt. Die Figuren sind nur zum Teil durch Öffnungen unterbrochen, womit die eher statische Wirkung eine gewisse Dynamik erreicht.

Die geborene Solothurnerin Margaret Perucconi Würgler ist in Biberist aufgewachsen und lebt als Malerin seit den Sechzigerjahren in Iseo-Bioggio, Sottoceneri. Ihre Malerei ist gekennzeichnet durch einen persönlichen kohärenten Ausdruck, der auf Natürlichkeit, Spontaneität und der vibrierenden Sensibilität der Künstlerin beruht. Nach den Anfängen auf der Schwelle einer informellen Abstraktion entstanden bald ihre typischen zauberhaften Landschaftsbilder, in denen immer wieder neue imaginäre und fantasievolle Orte beschrieben werden.

Differenzierter Farbenreichtum

Viele Impulse ihrer Visionen beruhen auf Eindrücken, die sie auf Reisen, die sie aus einer metaphysischen Dimension im Gedächtnis bewahren möchte. Im Verlauf der Zeit sind die Bilder von Margaret Perucconi immer heller geworden. Nach wie vor zeichnen sich ihre Arbeiten durch ihren differenzierten Farbenreichtum aus. Sie lässt eine breite Palette von Pastelltönen über ihre Leinwand fliessen und ergänzt diese weiten Felder mit Kritzeleien, akzentuierenden Notierungen gezogen mit Pinselstrichen in kräftigen Farbtönen und feinen kalligrafischen Kreidestrukturen von wesentlichem kompositorischem Einfluss. Durch diese Gegenüberstellung verschiedener Techniken entstehen eine Konsistenz der Narration, ein Rhythmus und eine Musikalität, welche die Darstellungen selbst überflügeln. Margaret Perucconi integriert die Zeichen des aktuellen Zeitgeistes. Farbtupfen, Flecken, Spuren und Zeichen von Ölstiften zeugen davon.

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