Zentralbibliothek Solothurn

Diese nützliche Box am Hauptbahnhof erleichtert künftig Leseratten das Ausleihen

Wer Bücher zurückbringen will, aber keine Zeit hat, zur Zentralbibliothek zu gehen, kann dies künftig mittels Medienrückgabe-Box im Hauptbahnhof-Gebäude in Solothurn tun.

Andreas Kaufmann
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Direktorin Yvonne Leimgruber vor der neuste Zenti-Innovation.

Direktorin Yvonne Leimgruber vor der neuste Zenti-Innovation.

Andreas Kaufmann

In anderen Städten hat sie sich als nützlicher Service bewährt. Nun soll eine ihrer Art auch den Nutzern der hiesigen Zentralbibliothek das Leben erleichtern: Die Rede ist von der Medienrückgabe-Box, die seit vergangener Woche im Hauptbahnhof-Gebäude zu finden ist und durch Unterstützung der Freunde der Zentralbibliothek finanziert werden konnte.

Das Funktionsprinzip ist so einfach wie der Kasten selbst: Wer ein Buch oder ein anderes ausgeliehenes Medium zurückbringen möchte, kann dies nun nicht nur am Schalter an der Bielstrasse 39 oder an der dort installierten Medienrückgabe-Box tun, sondern neu auch gleich neben dem Café Spettacolo, das den Standplatz zur Verfügung stellt. Die Box ist mit einer Klappe versehen, um die Leihobjekte aufzunehmen, verhindert aber gleichzeitig, dass jemand bestehende Medien aus dem verriegelten Korb im Innern herausfischen kann. Zugänglich ist die Box täglich von 5.30 bis 20 Uhr, dann, wenn auch das Gebäude offen ist. Die Position ist gut einsehbar, was Schutz vor Vandalismus bietet.

Der Kasten, der ohne digitales Interface auskommt, wird täglich, zum Teil mehrmals, geleert. Anschliessend werden die Medien in die Zentralbibliothek transportiert und dort digital ins System zurückgebucht. Einstweilen sei man selbst um den Rücktransport bemüht, wie Yvonne Leimgruber, Direktorin der Zentralbibliothek, informiert. Spätestens ab Mitte Februar kommt für diesen Dienst aber ein externer Partner zum Zug: «Der Rücktransport wird umweltfreundlich durch den Velo-Hauslieferdienst Collectors organisiert.» Man leiste damit nicht nur einen ökologischen Beitrag, sondern auch einen sozialen: Collectors funktioniert als Integrations- und Förderprogramm für Sozialhilfeempfänger.

Durch die zentrale Lage der Box sollen gerade Pendler, Schüler oder Rentner angesprochen werden. Leimgruber zeigt sich zuversichtlich, dass das Angebot rege genutzt werden könnte: An einem durchschnittlichen Wochenende werden erfahrungsgemäss rund 200 Bücher in die Box an der Bielstrasse geworfen. «Man darf annehmen, dass ein grosser Teil davon aufgrund der Lage neu in der Box am Hauptbahnhof landen wird», mutmasst Leimgruber.