Fischerei

Die Eröffnung der Solothurner Forellensaison fand trotz Corona statt

Trotz der schwierigen Corona-Zeiten dürfen sich wenigstens die Petrijünger noch zusammen freuen: für sie hat mit dem 16. März die Forellensaison begonnen.

Wolfgang Wagmann
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Bruno Furrer (l.) und Martin Wagmann versuchen vor dem Landhaus ihr Glück.

Bruno Furrer (l.) und Martin Wagmann versuchen vor dem Landhaus ihr Glück.

Wolfgang Wagmann

Forellensaison eröffnet Es ist ein schon fast tröstliches Bild in dieser Zeit des «rien ne va plus»: Die Fischerboote pflügen wie jeden 16. März auch an diesem Montag durch die Aare. Denn mit diesem Datum beginnt für die Petrijünger die Forellensaison, und die Mehrheit von ihnen macht sich in aller Herrgottsfrüh auf, um den Edelfischen nachzustellen. Rar sind die Forellen allerdings geworden, zumal seit einigen Jahren ein Moratorium für den Besatz mit Jungfischen in der Aare gilt. «Die Forellen in der Aare stammen aus Zuflussbächen, wo sie ablaichen und der Nachwuchs dann in die Aare abwandert», weiss Martin Wagmann, der am Montag mit seinem Kollegen Bruno Furrer auch in Solothurn aufkreuzte. Einen 90er-Hecht musste er wieder in die Aare zurücksetzen – «sie nehmen halt auch ab und an den Forellen-Köder, aber die Hechte haben noch Schonzeit.»

Immer wieder kreuzen sich die Boote auf der Aare – die Saisoneröffnung ist paradoxerweise noch einer der wohl letzten funktionierenden «Anlässe» –denn die Bootsbesatzungen, meist zu zweit, kommen sich höchstens auf ein paar Meter nahe. Beobachtet werden sie am Aareufer von den letzten Gästen an den Tischen, bevor das Corona-Fallbeil auch über diese Oase der Geselligkeit niedersaust.

Einige kamen dann doch noch zusammen

Doch es gibt sie noch, die Forellen, denn die Petrijünger sind gut vernetzt. Am Nachmittag kann Wagmann aus den städtischen Jagdgründen Bilanz melden: Rekordexemplar ist eine 56 cm lange Forelle, plus zwei 47er, rausgezogen von zwei Fischerkollegen. «Ein weiterer hat eine 45er und eine 40er gefangen.» Übrigens: Schon am Tag nach Saisonbeginn fängt man in der Regel nichts mehr – die Fische haben ihren Braten gerochen.