Abbruchliegenschaft kann zur Asylunterkunft umgebaut werden

Die Gemeinderatskommission hat den Kredit über 48'400 Franken für bauliche Anpassungen der Abbruchliegenschaft Gibelin in der Weststadt Solothurns genehmigt. Diese sind nötig, damit das Gebäude als Unterkunft für Asylsuchende genutzt werden kann.

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Ab Sommer/Herbst wird die Abbruchliegenschaft an der Gibelinstrasse 20 Unterkunft für 16 asylsuchende Einzelpersonen.
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Asylunterkunft an der Gibelinstrasse 20 in Solothurn

Ab Sommer/Herbst wird die Abbruchliegenschaft an der Gibelinstrasse 20 Unterkunft für 16 asylsuchende Einzelpersonen.

Andreas Kaufmann

Wohnungen als Unterkunft für Asylsuchende zu mieten, erweist sich als zunehmend schwierig. Gerade die angespannte Marktlage erschwert es Menschen mit Flüchtlingsstatus, eine Wohnung zu finden. Diese bleiben oft in einer der Kollektivwohnungen hängen, die für Asylsuchende vorgesehen wären. Drei bis vier solcher Wohnungen gibt es in der Stadt Solothurn.

Mit der Abbruchliegenschaft Gibelin in der Weststadt soll die Lage entschärft werden – auch angesichts neuer Asylsuchender, die im Rahmen des Aufnahmesolls hinzukommen werden. Solothurn muss 26 Asylbewerber aufnehmen. Das Soll stets zu erfüllen, sei eine Herausforderung, meint Alex Nussbaumer, Stv. Leiter Soziale Dienste. Man würde es aber schaffen.

Die Liegenschaft an der Gibelinstrasse 20 befindet sich im Besitz der Stadt Solothurn und ist ab Juli 2015 unbewohnt. Dort sollen im Rahmen einer Zwischennutzung während etwa drei Jahren 16 Wohnplätze für Einzelpersonen angeboten werden. «Die Liegenschaft Gibelin ist für die Unterbringung von Asylsuchenden gut geeignet», heisst es vonseiten der Stadt Solothurn.

Damit 16 Personen im Haus leben können, sind aber bauliche Anpassungen nötig. Dazu bewilligte die Gemeinderatskommission nun einen Kredit von 48'400 Franken.

Primär sollen die sanitären Installationen aufgerüstet werden, wie es auf Anfrage heisst. Dann muss auch noch etwas Geld in die Elektroinstallationen investiert werden. Eine Waschmaschine und zwei Kühlschränke müssen noch angeschafft werden.

«Wir gehen davon aus, dass wir im August starten können», sagt Nussbaumer.

Begleitgruppe einsetzen

Für die Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner in lebenspraktischen Fragen wird im Gibelin wie auch in den anderen städtischen Unterkünften für Asylsuchende eine Begleitgruppe mit Freiwilligen eingesetzt. Die Stadt wurde auch schon fündig. «Wir haben Leute gefunden, die Interesse haben, und die sich der Herausforderung stellen», so Nussbaumer. Besonders geschult würden diese nicht.

Die Liegenschaft selbst ist erst mit der langfristigen Weitblick-Bebauung zum Abbruch vorgesehen. (ldu/ak)