Interpellation

Solothurner Nationalräte fordern Unterstützung vom Bund für Papieri

In Sorge um die Arbeitsplätze in der Papierfabrik Biberist haben die Solothurner Nationalräte heute eine Interpellation beim Bundesrat eingereicht. Sie wollen herausfinden, ob der Bund gewilligt ist, die Papieri zu unterstützen.

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«Wir wollen, dass auch vom Bund her alles unternommen wird, um zusammen mit den Solothurner Behörden und den Sozialpartnern die Arbeitsplätze und den Betrieb der Papierfabrik Biberist zu erhalten», schreibt Bea Heim im Namen der Solothurner Abgeordneten im Nationalrat.

Unterstützt Bund Solothurner Behörden?

Die Solothurner Nationalräte wollen den Entscheid nicht hinnehmen. Sie stellen dem Bundesrat in der Interpellation Fragen zur «drohenden Schliessung des Flaggschiffes der Solothurner Wirtschaft». Unter anderem soll der Bundesrat darüber nachdenken, ob er bereit wäre, die Solothurner Behörden bei ihren Bemühungen zu unterstützen, den Betrieb weiterzuführen.

Des Weiteren wollen die Nationalräte eine Antwort auf die Frage, ob die Schweiz ein Industrie und Produktionsstandort (Sektor 2) bleiben könne. Der Bundesrat soll in diesem Zusammenhang seine Visionen für den Werkplatz Schweiz erläutern.

Die Nationalräte verstehen nicht, weshalb die Sappi Schweiz AG die Papierfabrik Biberist aufgeben will. Sappi habe so seine Position im weltweiten Feinpapiergeschäft stark ausbauen können und hohe Profite ausweisen können. Ausserdem habe der Managing Director von Sappi Sales Schweiz erst am 18. Januar 2011 in einer Management-Zeitung den «strategisch fast genialen Schachzug von Sappi» gesprochen, die Papierfabrik M-real in Biberist Ende 2008 gekauft zu haben. (ldu)