Kappel-Boningen

Sex-Pfarrer von Kappel tritt nach Affäre zurück

Der katholische Pfarrer von Kappel, der eine sexuelle Beziehung mit seiner Sekretärin führte, fügt sich der Rücktritts-Forderung von Bischof Felix Gmür. Er hat am 6. April seine Demission eingereicht, welche inzwischen angenommen wurde.

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Paul Okeke hat die Forderung von Bischof Felix Gmür erfüllt und ihm mit Brief vom 6. April seine Demission als Pfarrer der römisch-katholischen Pfarrei St. Barbara Kappel-Boningen eingereicht. Deren Kirchgemeinderat stelle Okeke «im Einvernehmen mit Bischof Felix Gmür ab sofort von seinen Aufgaben als Pfarrer frei und gewährt ihm die vertragliche Kündigungsfrist per 31. Oktober», heisst auf der Website des Bistums Basel.

Der 32-jährige aus Nigeria stammende Pfarrer hatte Anfang April seine Beziehung im "Blick" öffentlich gemacht. Bischof Felix Gmür forderte ihn danach in einem persönlichen Gespräch zur Demission auf.

Die Verantwortlichen der Bistumsregion St. Verena wollen noch vor Ostern das Gespräch mit dem Kirchgemeinderat von Kappel-Boningen suchen, um gemeinsam eine Nachfolgeregelung für die Seelsorge in der Pfarrei St. Barbara zu finden. Weder Bischof Felix Gmür noch Pfarrer Paul Okeke waren nach der Veröffentlichung der Mitteilung telefonisch für eine Stellungnahme zu erreichen.

Kirchgemeindepräsident Max Nützi hatte angekündigt, sich für den Verbleib des Pfarrers in Kappel-Boningen stark zu machen, wenn dieser bleiben wolle. Wie seine Frau gestern ausrichtete, will sich Max Nützi gegenüber dem Oltner Tagblatt zur Entscheidung des Pfarrers nicht äussern. (kas)