Olten
Am neuen Ländiweg hat es Platz für zwei Buvetten – die gute Verbindung zwischen Altstadt und Bahnhof soll aber erhalten bleiben

Stadtrat von Olten wünscht sich eine lebendige Verbindung zwischen Bahnhof und Holzbrücke, aber dennoch keinen «Spassbetrieb». Grössere Gastroangebote soll es nicht geben, aber ein Glacevelo wäre denkbar.

Urs Huber
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Der Ländiweg und Bahnhofquai in Olten im Januar 2022.

Der Ländiweg und Bahnhofquai in Olten im Januar 2022.

Bruno Kissling

Der neue Ländiweg am Oltner Aareufer wird gegen Ende 2022 eröffnet. Und eine Neuerung fällt besonders auf: In zwei begrünten Aufenthaltsbereichen (Planskizze violett eingefärbt) ist demnach im südlichen und im nördlichen Teil je eine Zone vorgesehen, wo Angebote auf kleiner Fläche durch Dritte lanciert werden können.

Flächen von relativ bescheidenem Ausmass

Die möglichen Flächen für Buvette-artige Einrichtungen betragen rund 16 bzw. 21 Quadratmeter. Dazugehörige Lagerflächen müssen ausserhalb des Ländiweg-Areals situiert sein. «Die Bauten haben einen gewissen Standard bezüglich Ästhetik zu erfüllen. Den Betreibenden muss zudem bewusst sein, dass das Terrain jederzeit von einem Hochwasser betroffen sein kann», so die Stadtkanzlei weiter.

Die violett ausgeschiedenen Flächen markieren jene Zonen, wo die stationären Angebote platziert sein sollen.

Die violett ausgeschiedenen Flächen markieren jene Zonen, wo die stationären Angebote platziert sein sollen.

Zvg

Dieser Weg soll aber nach Ansicht des Stadtrates von Anfang her nicht einfach sich selber überlassen werden. Die Betreibenden sollen gemäss Mitteilung im jeweiligen Bereich auch die Funktion eines «Kümmerers» übernehmen.

Will heissen: Sie sollten dafür besorgt sein, dass im Umfeld ihres Angebots Ordnung und Sauberkeit herrschen. Auch wünscht sich der Stadtrat, dass die Betreibenden dafür sorgen, dass nicht rund um das jeweilige Angebot ein «Spassbetrieb» entsteht, der das Funktionieren des Ländiwegs als attraktive Verkehrsverbindung zwischen Bahnhof und Altstadt erschwert oder gar verunmöglicht.

Etwas technisch heisst es von der Stadt in einer Medienmitteilung: «Vielmehr soll ein Angebot in definiertem Rahmen dafür sorgen, dass der neue Ländiweg eine gewisse Belebung aufweist und Personen verschiedener Bevölkerungsgruppen anzieht, ohne aber den Fluss des Personenverkehrs als dessen zweite Funktion zu stören.»

Lieber ein Glacevelo als grosse Angebote

Grössere Gastroangebote mit Tischen, Sitzplätzen und auch WC-Anlagen sollen weiterhin schwergewichtig in den Räumen Aarebistro und Bahnhofterrasse an den beiden Enden des Ländiwegs angesiedelt bleiben. Grundsätzlich besteht ein besonderes Interesse an einem Ganzjahresbetrieb mit entsprechender Pacht. Dabei wird eine multifunktionale Nutzbarkeit der Bauten angestrebt.

Das Angebot soll zudem eine breite Palette von Ideen beinhalten, welche viele Gruppen ansprechen und mit weiteren Aktivitäten kombinierbar sind. Als Möglichkeiten z. B. von Robi, Jugendarbeit, Pro Senectute etc..

Bauliche Optimierungsmassnahmen am Ländiweg in Olten.

Bauliche Optimierungsmassnahmen am Ländiweg in Olten.

Bruno Kissling

Glacevelo denkbar

Für den Betrieb kann allenfalls auch Unterstützung durch ein soziales Projekt vorgesehen werden. Neben den fixen Angeboten, für welche eine gewisse Kon­stanz angestrebt wird, sind flexible Angebote wie etwa ein Glacevelo denkbar.

Zudem können auch Anlässe wie ein Ländiwegfest stattfinden, während derer der Fussverkehr über das darüberliegende Trottoir am Bahnhofquai umgeleitet wird. Ab Zugänglichkeit des neuen Ländiwegs wird dieser in den Wirkungsbereich der SIP (Sicherheit, Intervention, Prävention) aufgenommen. Für den neuen Ländiweg hatte das Gemeindeparlament 2020 und 2021 3,88 Millionen Franken bewilligt.

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