Wangen bei Olten

Mit Pfeil seine Enkelin verletzt: Grossvater wird zu Geldstrafe verurteilt

Nach einem Bogenschützen-Unfall im Frühling 2019 in Wangen bei Olten hat die Staatsanwaltschaft den Schützen zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt.

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Der Unfall hatte sich Mitte März 2019 ereignet. Ein Mann hatte mit einem Sportbogen auf eine Zielscheibe neben der Haustür geschossen, als das Kind in die Schussbahn geriet. Das Kind wurde durch den Pfeil schwer verletzt. Es handelte sich um den Grossvater und seine damals siebenjährige Enkelin.

Die Staatsanwaltschaft führte daraufhin eine Untersuchung betreffend «fahrlässige Körperverletzung in Bezug auf eine schwere Schädigung». Der Fall ist nun abgeschlossen: Laut dem Regionalsender TeleM1 wurde der 69-jährige Mann per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen verurteilt.

Anwalt Simon Bloch bezeichnet diese Strafe als eher hoch. Der Strafrahmen gehe bis 180 Tagessätzen. Bei den in diesem Fall ausgesprochenen 100 Tagessätzen würde er als Aussenstehender von einem erheblichen Verschulden des Täters ausgehen, sagt Bloch gegenüber TeleM1.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Kind hat sich laut dem Regionalsender vollständig vom Unfall erholt. (ldu)