Olten

Eishockey, Eiskunstlauf und Schulsport: So sieht die Eignerstrategie für die Sportpark Olten AG aus

Drucken
Teilen
Schaulaufen im Kleinholz, das soll die Sportpark Olten AG gemäss Eignerstrategie der Stadt weiterhin möglich machen.

Schaulaufen im Kleinholz, das soll die Sportpark Olten AG gemäss Eignerstrategie der Stadt weiterhin möglich machen.

Remo Fröhlicher

Sie gehört zu gut 90 Prozent der Einwohnergemeinde Olten: die Sportpark Olten AG oder Spoag, wie sie sportlich-nüchtern auch genannt wird. Mitte Juni nun hat der Stadtrat seine Eignerstrategie definiert, die rückwirkend per 1. Januar 2020 wirksam ist.

Wenig Überraschendes zwar, aber immerhin: Die Exekutive hält darin fest: «Die Spoag stellt ihre Anlagen primär für den öffentlichen Eislauf sowie den ortsansässigen Vereinen für die Sportarten Eishockey, Eiskunstlauf und Schulsport zur Verfügung.» Weiter definiert der Stadtrat auch die üblichen Öffnungszeiten: von Oktober bis Ende Saison des Folgejahres. Mit Ausnahme des Ausseneisfeldes, wo der öffentliche Eislauf Vorrang geniesst, sind die Anlagen von August bis Ende Saison des Folgejahres zur Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Strategische und politische Ziele

Die Eignerstrategie gibt strategische und politische Ziele vor, welche von der Spoag zu beachten sind und von denen lediglich dann abgewichen werden kann, wenn die Eignerin ihre Zustimmung gibt. Im Gegenzug bekennt sich die Eignerin zur Praxis, von den Vorgaben nur bei Notwendigkeiten beziehungsweise nach Absprache mit der strategischen Führungsebene der Spoag abzuweichen.

Zu den Vorgaben gehört etwa die Forderung nach betriebswirtschaftlicher und kundenorientierter Führung. «Dazu hat der Verwaltungsrat der Spoag eine Unternehmerstrategie zu formulieren», so der Stadtrat. Auch erwartet die Stadt eine transparente Buchführung, regelmässige Berichterstattung sowie eine jährliche Abgabe der Jahresrechnung.

Ökonomischer Einsatz gefordert

Nach Ansicht der städtischen Exekutive haben Investitionen in die Liegenschaften und in die Erweiterung beziehungsweise Beibehaltung des Leistungsangebots nach wirtschaftlichen Kriterien und dem Gemeinnutzen zu erfolgen. Der Einsatz der Mittel hat auch der Reduktion des Energieverbrauchs beziehungsweise dem Einsatz erneuerbarer Energien und bewährter Technologien zu entsprechen. Im Weiteren definieren die Stadtoberen auch das finanzielle Engagement.

Dieses sei auf die finanziellen Möglichkeiten der Einwohnergemeinde abzustimmen und möglichst geringzuhalten. Schliesslich will der Stadtrat auch, dass die Spoag eine ausgeglichene Jahresrechnung anstrebt. Die Spoag nimmt die Drittmittelbeschaffung aber selbstständig vor und erwirtschaftet mit Eintritten, der Vermietung und Werbeflächenvermietung einen angemessenen Deckungsbeitrag. Das Controlling wird in einer Leistungsvereinbarung geregelt, welche auf der Basis der Eignerstrategie fusst.

Und die Rolle des Parlaments?

Die Legislative, die eigentliche Oberaufsicht, wird via Geschäftsbericht der Spoag in Kenntnis gesetzt. Die Eignerstrategie gilt für vier Jahre und wird dem Parlament ebenfalls zur Kenntnis gebracht. Die Eignerstrategie wurde im Verwaltungsrat der Spoag beraten und ist in der jetzt vorliegenden und vom Stadtrat verabschiedeten Form mit zwei Vertretern der Spoag (Verwaltungsratspräsident Heinz Eng und Geschäftsführer Viktor Müller) bereinigt worden.