Kulturzentrum Schützi

Der Digitaltag Region Olten war auch online ein Erfolg

Die erste Ausgabe des Digitaltages Region Olten hat zwar physisch nicht stattgefunden, doch das verdichtete Ersatzprogramm vermochte als Online-Übertragung die Interessierten durchaus zu überzeugen. Über 60 User verfolgten gleichzeitig den Stream, und mit über 260 verschiedenen Live-Zuschauern waren gesamthaft fast so viele Personen am Bildschirm dabei wie es ursprünglich für die geplanten Veranstaltungen Reservationen gegeben hatte.

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Digitaltag Region Olten 2020: In der «Schützi» wurde ein mehr als dreistündiges Programm produziert.
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Für einmal war die «Schützi» nicht ein Event-Lokal, sondern ein TV-Studio.
Alex Samlidis erhielt den «Award Jung und Digital»
Ein spannender Einblick in die Visualisierung von Bauvorhaben

Digitaltag Region Olten 2020: In der «Schützi» wurde ein mehr als dreistündiges Programm produziert.

zVg

Das Kulturzentrum Schützi, vorgesehen für die beiden Plenums-Veranstaltungen Digimorning und «salted» Gala, diente als Produktionsstätte für die Online-Übertragung. Die sieben Referate wurden mit drei Kameras aufgezeichnet und mit den Präsentationen zusammengefügt, woraus ein nicht nur inhaltlich qualitatives Programm von über drei Stunden entstand, heisst es in einer Medienmitteilung.

«Wir sind sehr zufrieden und glücklich, dass wir auf diesem Weg verschiedenste digitale Themen anschneiden konnten», bilanzierte Projektleiter Yannick Deiss. «Zumal wir feststellen konnten, dass wir neben dem Live-Publikum jede weitere Stunde 30 bis 40 zusätzliche User auf unserem Youtube-Kanal zählen konnten.»

«Aber eigentlich wollten wir am Digitaltag den Dialog anregen und dafür sorgen, dass man sich gegenseitig motivieren und sensibilisieren kann», sagte Deiss, der es als Notwendigkeit erachte, dass man sich in der Diskussion in die Augen schauen und miteinander die Erfahrungen austauschen könne. «Deshalb wünschen wir uns für 2021 ein Setting, in dem wir uns begegnen können», betonte der Projektleiter. Obwohl der Termin für die nächstjährigen Digitaltage noch nicht festgelegt sei, haben die Organisatoren bereits vorgespurt. Die aktuellen Partner werden allesamt im kommenden Jahr wieder mit dabei sein, und viele diesjährige Programmpunkte wie die Workshops und die Digitour-Standorte seien bereits für die zweite Auflage vorgemerkt.
«Alles fängt beim Menschen an und endet auch beim Menschen. Der Mensch selber steht im Mittelpunkt. Nicht nur die technische Errungenschaft ...», lautete ein Fazit von Projektteam-Mitglied Yakup Tasdemir nach den sieben Referaten, die unterschiedlichste Bereiche der Digitalisierung behandelten: Künstliche Intelligenz, wissensbasierte Systeme, Virtual Reality, virtuelle Räume und das Internet der Dinge seien allesamt Begriffe, mit denen nun auch der unvorbereitete Laie nach den 20-minütigen Vorträgen eher etwas anfangen könne. In zwei weiteren Referaten ging es um Internet-Sicherheit (Cybersecurity) sowie um den «Triple Overload», das heisst um die dreifache Überlastung durch Datenmenge, Kommunikationsdichte und Ineffizienz am Arbeitsplatz.
Für ein erfrischendes Intermezzo zwischen den Fachbeiträgen sorgte der jüngste Teilnehmer: Der neunjährige Alex Samlidis erhielt den «Award Jung und Digital» als innovativer Digitalpreneur aus der Region Olten überreicht. Alex hatte während des Lockdowns selber die digitale Zeitung «Das Klatschblatt» produziert und sie täglich per E-Mail versandt, heisst es in der Medienmitteilung weiter. (mgt)