Tele M1

Wisen
Besorgte Tierschützerin: Geschorene Schafe grasen bei eisiger Kälte auf der Weide

Eine Tierschützerin macht sich Sorgen: Auf der Weide von Schafhalter Kurt Schmutz im solothurnischen Wisen grasen Tag und Nacht geschorene Schafe – und das bei teils eisigen Temperaturen.

Online-Redaktion
Drucken

Im solothurnischen Wisen ist eine Tierschützerin auf ein vermeintlich besorgniserregendes Bild gestossen: Auf der Weide von Schafbauer Kurt Schmutz grasen Tag und Nacht geschorene Schafe, teils in eisiger Kälte. Ist ein solches Verfahren Tierquälerei?

Das Solothurner Amt für Landwirtschaft will auf Nachfrage von Tele M1 mit Verweis auf das laufende Verfahren nichts zum konkreten Fall sagen. Das Amt bestätigt aber, dass eine Meldung eingegangen sei. Kantonstierärztin Chantal Ritter sagt: «Wir werden oft kontaktiert, wenn das Wetter umschlägt, es nass ist oder kalt wird. Dann fällt den Leuten auf, dass dort ja noch Schafe auf einer Weide sind, die kalt haben oder scheinbar kalt haben.»

Solche Meldungen würden selbstverständlich ernst genommen. Man reagiere mit unangemeldeten Kontrollen darauf. Wenn das gesetzliche Minimum allerdings eingehalten werde und die Tiere gesund scheinen, könne man nichts beanstanden. Auch wenn das Minimum an Tierwohl sicher nicht immer das Optimum sei.

Die betroffenen Schafhalter können die Kritik nicht nachvollziehen. Schliesslich würden sie gut zu ihren Tieren schauen. Ausserdem seien diese durch eine Fettschicht gut vor der Kälte geschützt. Eine Woche nach dem Scheren habe ein Schaf bereits wieder denselben Schutz wie vorher. «Und die Kälte zählt sowieso nicht.»

Aktuelle Nachrichten