Mahren

Trotz 2,5 Kilometer langem Schulweg: Vom Gemeinderat gibt's keinen Schulbus für die Kinder

Der Gemeinderat hält den rund 2,5 Kilometer langen Schulweg vom Weiler nach Lostorf für zumutbar und sieht kein Handlungsbedarf beim Thema Schülertransport.

Markus von Däniken
Drucken
Teilen

Einfahrt von der Mahrenstrasse in den Schulweg in Mahren. Der Weg mündet in Lostorf direkt in die Schulstrasse

Eine Anwohnerin aus Mahren hat das Begehren gestellt, die «Strassensicherheit der schulpflichtigen Kinder von Mahren nach Lostorf» zu überprüfen. Die Frau ist auch der Ansicht, dass ein Schulbus von Mahren nach Lostorf notwendig sei und begründet dies mit der Zunahme des Strassenverkehrs in Mahren.

Die Benutzung der Strassen ohne Trottoir (in Mahren) und ohne Tempo 30 km/h stelle für kleine Kinder eine grosse Herausforderung dar. Insgesamt besuchen derzeit zwölf Kinder die Schule in Lostorf, weitere vier den Kindergarten.

Fahrgemeinschaften der Eltern würden aufwendiger und sorgten für gefährlichen Mehrverkehr rund um das Schulhaus. Maximal 1,5 Kilometer Schulweg würden für ein Kind als zumutbar gelten. Der Schulweg von Mahren nach Lostorf sei aber zirka. 2,5 Kilometer lang.

Busanbindung ab 2019

Der Gemeinderat hat das Begehren eingehend geprüft und nimmt das Thema «Strassensicherheit der schulpflichtigen Kinder von Mahren nach Lostorf» ernst. Für Kinder der Unterstufe gilt gemäss Leitfaden zur Abgeltung von Schülertransporten für den Schulweg eine Distanz von bis zu 2,5 Kilometer (Hin- und Rückweg 5 Kilometer) zu Fuss als zumutbar; für Kinder der Oberstufe eine Distanz von bis zu 5 Kilometer (Hin- und Rückweg 10 Kilometer) mit dem Fahrrad. Die Schulwege zur Schule Lostorf wurden im Jahre 2016 mit der Schülertransportverordnung überprüft und es wurde kein Handlungsbedarf festgestellt.

Ab dem Jahre 2019 soll Mahren eine Busanbindung erhalten, die insbesondere auch für den Schülertransport ausgerichtet werden soll. Eine Temporeduktion auf dem ganzen Gemeindegebiet von Lostorf wurde schon mehrmals beraten und immer wieder abgelehnt. Die Baukommission ist bereits beauftragt worden, diesbezüglich verschiedene neuralgische Punkte zu überprüfen und dem Gemeinderat Massnahmen vorzuschlagen.

Der von Mahren her zur Mahrenstrasse parallel verlaufende, nördlich versetzte Fuss- und Radweg ist laut Gemeinderat für den Schulweg ideal, zumal er in Lostorf direkt in die Schulstrasse einmündet. Er wurde im Hinblick auf die Funktion als Schulweg vor gut zehn Jahren durchgehend asphaltiert.

Von der Einmündung des Radweges in die Mahrenstrasse bis in das Zentrum von Mahren führt der Schulweg über die Mahrenstrasse. Es ist richtig, dass die Schulkinder zumindest auf dem Abschnitt bis zur Einmündung der Scharsmattenstrasse dem motorisierten Verkehr ausgesetzt sind. Auch hier wurde die Baukommission beauftragt, den Einmünder des Veloweges in die Mahrenstrasse sowie den Fussweg (ab Einmünder Veloweg bis zur Scharsmattenstrasse) zu überprüfen und geeignete Massnahmen vorzunehmen.

Mit einfachen flankierenden Massnahmen kann die Situation entschärft werden. Ebenfalls wird der Belag des Veloweges überprüft. Winterdienst und Reinigung auf dem Veloweg werden durch die Gemeinde weiterhin gewährleistet.

Velo-Fahrgemeinschaften

Laut Gesetzgeber sind die Schulwege in Lostorf auch für Mahrener Kinder zumutbar und es ist nicht nötig, die Kinder einzeln oder in Fahrgemeinschaften zur Schule zu bringen, so der Gemeinderat. Fahrgemeinschaften sind seit der Einführung der Blockzeiten zumindest in zeitlicher Hinsicht einfacher zu organisieren.

Für Kindergartenkinder und Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Primarschulklasse können die Eltern mit dem Velo Fahrgemeinschaften bilden. Die Einrichtung eines speziellen Schülertransportes zwischen Mahren und Lostorf erachtet der Gemeinderat Lostorf als nicht adäquat.

Überdurchschnittliche Lostorfer Schüler

Der Gemeinderat hat den Rechenschaftsbericht der Schulleitung sowie das Schulprogramm 2017-2020 genehmigt. Mit ganz wenigen Ausnahmen konnten alle Punkte erfüllt werden. Das Schulprogramm wurde ergänzt. Den Hauptschwerpunkt bildete die Vorbereitung auf den Lehrplan 21. Verschiedene obligatorische Weiterbildungen zum wurden diesbezüglich besucht.

Die Vergleichsarbeit (VA6) wurde termingerecht durchgeführt. Die Kinder der 6. Klasse wurden mit guten Resultaten in die entsprechenden Sekundarstufen eingeschult. Beide 3. Primarschulklassen haben mit Erfolg am Check P3 und die drei 6.

Primarschulklassen freiwillig am Check P6 teilgenommen. Alle Resultate liegen erfreulicherweise über dem kantonalen Durchschnitt. Die Hausaufgabenhilfe wird weiterhin angeboten. Das Schulprogramm ist das wesentliche Führungsinstrument der Schulleitung. Darin ist die mittelfristige Planung für drei bis vier Jahre im Sinne einer rollenden Planung festgehalten; in der Jahresplanung sind die konkreten Umsetzungsschritte für das laufende Jahr fixiert.

Das Schulprogramm setzt Ziele in den folgenden fünf Bereichen: Lehren und Lernern, Lebensraum Klasse und Schule, kommunale Aufgaben, Schulmanagement, Professionalität und Personalentwicklung. Die externe Schulevaluation (ESE) ist durchgeführt und positiv ausgefallen. Die Auswertungsresultate sind besprochen und fliessen in die Schulentwicklung ein. Ein separater Bericht zur ESE folgt. In den nächsten Jahren wird die Einführung des Lehrplans 21 eine zentrale Rolle spielen.

Die Umsetzung des Lehrplans 21 wird nach Ansicht der Schulleitung vermutlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Schritt für Schritt wird dies nun angegangen. Gewisse Vorarbeiten wurden bereits geleistet. Mit dem Stand der Qualitätsmanagementkontrolle steht die Schule gut da. Diese Kontrolle wurde im Zusammenhang mit der Externen Schulevaluation von einer aussenstehenden Person geprüft. (mvd)