Preis angepasst
Neuer Versuch: ehemaliges Postgebäude Lostorf steht zum Verkauf – Gemeinde überlegt sich eine Übernahme weiterhin

Die Post als Eigentümerin hat erneut ein Inserat für die Immobilie in der Zone für öffentliche Bauten aufgeschaltet. Der Kaufpreis wurde im Gegensatz zu einem früheren Inserat nach unten angepasst.

Noël Binetti
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Eine Nutzung durch eine regionale Bauverwaltung für mehrere Gemeinden oder als Kindergarten – für die einstige Lostorfer Poststelle standen schon mehrere Ideen im Raum. Umgesetzt wurde bisher nichts davon, das Gebäude steht seit mehreren Jahren leer.

Nun kommt mit neuen Verkaufsinseraten auf Onlineportalen wieder Bewegung in die Sache: für eine Million Franken ist die Liegenschaft jetzt zu haben (100'000 Franken weniger als noch 2019).

So heisst es im Online-Inserat zum 536 Quadratmeter grossen Gewerbeobjekt mit Baujahr 1989: «...das Gebäude hinterlässt einen gepflegten Eindruck.» Die zur Verfügung stehende Nutzungsfläche ist auf zwei Stockwerke verteilt. Noch immer gehört das Haus der Post. Weiter ist dem Inserat zu entnehmen, dass lediglich Nutzungen in Frage kommen, die konform sind mit der dort geltenden Zone für öffentliche Bauten.

Auf diesen Umstand hat die Eigentümerin bei einem Inserat in der Vergangenheit nicht hingewiesen. Später prüfte die Gemeinde einen Kauf des Objekts – zum Eigengebrauch. Der Gemeinderat beauftragte zu diesem Zweck ein Planungsbüro aus Olten mit einer Einschätzung zu möglichen Neu- oder Umbauarbeiten oder einer Umnutzung. Für dieses Vorprojekt wurden zuletzt 70'000 Franken gesprochen.

Gemeinde prüft Übernahme weiterhin

Gemeindepräsident Thomas A. Müller bestätigt auf Anfrage, dass die Gemeinde sich nach wie vor in der Prüfung des Kaufs befindet:

Thomas A. Müller, Gemeindepräsident Lostorf.

Thomas A. Müller, Gemeindepräsident Lostorf.

Patrick Lüthy (Archiv)
«Die entsprechende Planung wird demnächst im Gemeinderat behandelt.»

Geprüft werde vonseiten der Gemeinde eine Verwendung als Kindergarten, inklusive Sitzungszimmer für die Gemeinde. Weiter schreibt Müller in seiner Antwort: «Zu einer anderweitigen Verwendung des Gebäudes werden wir uns erst äussern, wenn die Gemeinde auf den Kauf verzichten sollte.» 2019 sagte Müller diesbezüglich: «Die Post verlangt einen stolzen Preis für das Gebäude. Den dürfen wir uns als Gemeinde nur leisten, wenn wir die Liegenschaft wirklich brauchen. Als Reserve macht sie keinen Sinn.»

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