Wisen
Parkieren auf öffentlichem Grund kostet bald — zudem soll die Hundegebühr erhöht werden

Die Gemeindeversammlung von Wisen bewilligte auch die Erhöhung der Hundegebühr auf 150 Franken pro Jahr.

Lorenz Degen
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Nächtliches Parkieren auf öffentlichem Grund wird in Wisen künftig kostenpflichtig.

Nächtliches Parkieren auf öffentlichem Grund wird in Wisen künftig kostenpflichtig.

Bruno Kissling

55 Hunde leben derzeit in Wisen. Pro Hund ist jährlich eine Gebühr von 110 Franken fällig. «Wir haben festgestellt, dass dieser Betrag nicht kosten­deckend ist», erklärte Gemeindepräsident Paul Hecht den
20 Stimmberechtigten, die am Montagabend zur Budget-Gemeindeversammlung erschienen waren. «Allein an den ­Kanton müssen wir davon 40 Franken abführen.»

Der Gemeinderat hat berechnet, dass die effektiven Kosten der Hundehaltung mit Besoldung für den Robidog-Unterhalt bei 146 Franken pro Hund liege, weshalb er eine Erhöhung der Gebühr auf 150 Franken pro Jahr vorschlug. Der Souverän folgte diesem Ansinnen diskussionslos und einstimmig.

Über das Parkieren auf öffentlichem Grund wurde bereits bei der letzten Gemeindeversammlung im Sommer gesprochen. Das «Laternen-Parkieren» für Einwohnerinnen und Einwohner, die ihr Fahrzeug nachts während mehr als dreissig Tagen auf öffentlichem Grund abstellen, soll an dem 1. Januar 2021 kostenpflichtig werden.

Die Jahreskarte wird 240 Franken kosten, was einem Monatsbeitrag von 20 Franken entspricht, wie Hecht vorrechnete. Aus dem Plenum tauchte die Frage auf, wozu denn diese Parkkarte berechtige. «Das ist keine ‹Carte blanche› für freies Parkieren», stellte Gemeinderat Dominic Meier klar. «Es gilt weiterhin das Strassenverkehrsgesetz. Auch mit der Parkkarte darf man nicht auf Kreuzungen oder auf Trottoirs parkieren.» Auch sei mit dem Erwerb einer Parkkarte keine «Garantie» auf einen fix zugeteilten Parkplatz verbunden, ebenso könne der Gemeinderat bei Grossanlässen wie dem Lotto-Match auch Parkplätze sperren. Der Souverän genehmigte die Einführung der Parkgebühr einstimmig.

Roland Nussbaumer mit Applaus verabschiedet

Roland Nussbaumer demissioniert per Ende Jahr als Präsident der Feuerwehrkommission. Zuvor hat er insgesamt 27 Jahre der Feuerwehr Wisen gedient, davon 13 Jahre als Kommandant. «Er hat einen grossen Dienst geleistet für die öffentliche Sicherheit», unterstrich Hecht in seiner bilderreichen Laudatio.

Budget 2021 leicht rot

Die Stelle des Bauverwalters wird für ein Jahr befristet um 20 Prozent erhöht, auf neu 40 Prozent. «Damit können wir Altlasten abbauen», so Gemeindepräsident Hecht. Im Budget 2021, das mit einem Fehlbetrag von rund 60000 Franken rechnet, sind mehrere Investitionen vorgesehen. Geplant sind der Ersatz der Heizung im Gemeindehaus für 45000 Franken, die Sanierung der Froburgstrasse für 52000 Franken und der Ersatz der Wasserleitung von der Sonne bis zur Mittelstation für 115000 Franken. Auf eine Frage nach der Heizung sagte Hecht, es sei noch kein Typen-Entscheid gefallen, aber es käme wohl ein Pellet-Modell in Frage: «Wir haben auch Vorbildcharakter.» Mit grossem Mehr wurde das Budget 2021 angenommen. (ld)

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