Winznau

Öffentlich erschlossen, privat finanziert: Das Projekt Kirchweg ist abgeschlossen

Mit Übernahme der Erschliessungsanlagen Kirchweg in Winznau kann die Gemeinde ein Kapitel abschliessen.

Anja Näf und Daniel Gubler
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Anja Näf

Im Januar wurde das Strassennetz der Einwohnergemeinde Winznau um rund 530 Quadratmeter erweitert. Mit der Übernahme der neuen Erschliessungsanlagen Kirchweg (Strasse, Werkleitungen, Beleuchtung, etc.), beziehungsweise deren Verlängerung, nähert sich ein langjähriges Projekt seinem Abschluss.

Bereits 1998 wurde zwischen der Einwohnergemeinde Winznau und der Eigentümerschaft eine Vereinbarung unterzeichnet. Dabei hat man festgelegt, dass die Erschliessung auf Kosten der damaligen Eigentümer der Parzelle erfolgt und anschliessend die Erschliessungsanlagen zu Eigentum und Unterhalt kostenlos an die Einwohnergemeinde übergehen.

Nach Beschluss des Gemeinderates ist die Übergabe mit einem Abtretungsvertrag zwischen der Eigentümerschaft und der Einwohnergemeinde im Januar vertragsgemäss erfolgt. Das Projekt ist damit nahezu abgeschlossen.

Nach der Erstellung der Gebäude wird noch der fehlende Deckbelag eingebaut. Bereits sind einige Gebäude am Kirchweg als Folge der Erschliessung im Bau. Total werden sechs Neubauten erstellt.

Absperrgitter vor Kanalbrücke

Im Rahmen des Projektes «Öisi Aare» wurden im letzten Sommer mit einer Absperrmassnahme vor der Kanalbrücke an der Unterdorfstrasse (Sturzibrücke) sehr gute Erfahrungen gemacht. Obwohl die Durchfahrt weiterhin problemlos möglich war, haben die Autofahrer das geltende Fahrverbot wegen der Absperrmassnahme nahezu lückenlos beachtet.

Wo zuvor Kolonnen von Fahrzeugen an der Schachenstrasse parkiert waren, blieb die Strasse frei. Zusammen mit weiteren Massnahmen konnte damit eine deutliche Verbesserung bezüglich Littering und Lärm an der Aare bewirkt werden. In den nächsten Wochen werden die damals provisorischen Absperrgitter nun durch eine feste Installation ersetzt. Damit verdeutlicht der Gemeinderat seinen Willen, den Aareraum, aber auch die Anwohnerschaft vor übermässigen Störungen schützen zu wollen. Die Kosten wurden ordentlich budgetiert.

Damit die Montage der Absperrmassnahme erfolgen kann, galt es vorgängig die bestehenden Verkehrssignale bei der Brücke neu zu verfügen. Das Signal «Vortritt vor dem Gegenverkehr» muss anstatt am nördlichen neu am südlichen Ende der Brücke angebracht werden. Entsprechend ist nördlich das Gegensignal «Dem Gegenverkehr Vortritt lassen» zu platzieren. Der Gemeinderat hat die dafür erforderlichen Verkehrsmassnahmen beschlossen und publiziert.

Fotos für Gemeinde-Homepage gesucht

Im Jahr 2018 wird die Einwohnergemeinde eine neue Homepage erstellen. Der Gemeinderat würde sich freuen, wenn die Winznauer Bevölkerung auch einen Beitrag zur Gestaltung der neuen Homepage leisten könnte.

Gesucht sind Fotomotive, die Winznau im besten Licht darstellen. Das Thema lautet: «Das ist mein Winznau» oder «So sehe ich Winznau». Die attraktivsten und originellsten Bilder werden zur Gestaltung der neuen Gemeinde-Homepage verwendet, resp. auf der neuen Homepage publiziert.

Unter allen Teilnehmern verlost die Einwohnergemeinde 3 mal 2 SBB-Tageskarten. Die detaillierten Teilnahmebedingungen sind auf der Homepage der Einwohnergemeinde Winznau unter «Aktuelles» aufgeschaltet oder können auf der Gemeindeverwaltung bezogen werden. (anw)

Schule Winznau funktioniert gut

Der Gemeinderat setzte sich im vergangenen Jahr mit strategisch relevanten Fragen rund um die Primarschule und den Kindergarten Winznau auseinander. Dem Rat lag zudem eine Forderung der Schulleitung für eine Pensenerhöhung vor. Um diese Forderung, aber auch die strategischen Fragen, beurteilen zu können, wurde die Firma dw Schulstruktur und Schulmanagement Consulting beauftragt, eine Analyse der Schule Winznau vorzunehmen und die Ergebnisse in einem Bericht festzuhalten.

Der Analyse-Bericht belegt, dass die Schule Winznau im Kerngeschäft gut funktioniert. Im Bereich strategische Führung bestehen jedoch auf mehreren Ebenen (Schulleitung und Zielvorgaben durch Gemeinderat) Entwicklungs- und Verbesserungspotenziale.

Die Aufgabe des Gemeinderates ist nun, Massnahmen zu treffen, um das vorhandene Potenzial auszuschöpfen und Kompetenzen zu verbessern sowie Änderungen in den betreffenden Bereichen in die Wege zu leiten, respektive umzusetzen. Auf Grund dieser Gegebenheit kam der Rat zum Schluss, dass aktuell keine Pensenanpassung im Bereich Schulleitung erfolgt und eine allfällige Anpassung erst nach Umsetzung und Wirkung verschiedener Massnahmen angegangen wird.

Einwohnerzahl leicht gestiegen

Per Ende 2017 waren 1859 Einwohnerinnen und Einwohner in Winznau wohnhaft; davon 946 Männer und 913 Frauen (Vorjahr 1834). Der Ausländeranteil beträgt 16,6 Prozent. Per Ende Jahr waren Menschen aus 40 verschiedenen Nationen in Winznau angemeldet. Die 309 ausländischen Staatsangehörigen stammen aus Deutschland (74), Kosovo (32), Italien (27), Türkei (20), Serbien (19), Polen (15) und aus 33 weiteren Nationen.

Nach Konfessionen gegliedert gehören 692 Personen der römisch-katholischen, 378 der evangelisch-reformierten und 8 der christkatholischen Kirche an. 566 Personen sind konfessionslos und 215 gehören einer anderen Glaubensgemeinschaft an.

Aus dem Gemeinderat

Der Gemeinderat nahm zur Kenntnis, dass die Delegiertenversammlung der Kreisschule Mittelgösgen einen Kredit für die Sanierung der Schulzimmer der Kreisschule Mittelgösgen im Betrag von 210'000 Franken bewilligt hat. Der Gemeindeanteil Winznau von 42'055.05 Franken (derzeit 20.02 Prozent) wurde vom Gemeinderat beschlossen.

- Der Rat genehmigte die Kreditabrechnung 2017 «Sanierung altes Schulhaus 1. Etappe» in der Höhe von 149'844.45 Franken. Die Gemeindeversammlung hatte für die Sanierung einen Kredit von Fr. 150'000 Franken gesprochen.

- Der Terminplan für die diesjährige Rechnungsgemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle wurde vom Gemeinderat auf Montag, den 11. Juni 2018 festgelegt.

- Für die beiden Wohnungen am Kirchweg 5 ist für das Jahr 2017 ein Nachtragskredit in der Höhe von rund 6000 Franken gesprochen worden. Die Mehrkosten wurden für Heizöl, Tankrevision und Heizungsreparaturen aufgewendet.

- An der Budgetgemeindeversammlung im Dezember 2017 wurde für das Jahr 2018 ein Kredit von 30'000 Franken für eine Gesamtplanung der Sanierung «neues» Schulhaus 1959 genehmigt. Der Gemeinderat hat im Januar den Planungsablauf und Vollzug beschlossen. Es sind durch einen Architekten drei Varianten auszuarbeiten (Teilsanierung, Gesamtsanierung und Neubau). Der Bericht wird anschliessend der Baukommission, der Planungskommission und Vertretern des Bereichs Bildung zur Vernehmlassung zugestellt. Bis Mitte/Ende Sommer 2018 wird der Bericht und Antrag dem Gemeinderat vorgelegt. Damit soll sichergestellt werden, dass der Gemeindeversammlung im Dezember 2018 allenfalls ein Kreditbegehren für eine der ausgearbeiteten Varianten vorgelegt werden kann.