Gretzenbach
Fusion vereinfacht vieles: Drei Niederämter Spitexvereine schliessen sich zusammen

Durch die Fusion soll an Mühe und Kosten gespart werden. Für Angestellte und Bezügerinnen und Bezüger der Leistungen ändert sich nichts.

Cyrill Pürro
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Der Vorstand des Spitexvereins: Roberto Aletti, Charlotte Shah, Monika Eicher, Madeleine Neumann, Regula Nast und Präsident Hans Ulrich Bürgi. Auf dem Bild fehlt Marianne Jetzer (v.l.).

Der Vorstand des Spitexvereins: Roberto Aletti, Charlotte Shah, Monika Eicher, Madeleine Neumann, Regula Nast und Präsident Hans Ulrich Bürgi. Auf dem Bild fehlt Marianne Jetzer (v.l.).

zvg

«Willkommen bei der Spitex Schönenwerd, Niedergösgen, Eppenberg-Wöschnau, Däniken-Gretzenbach und Erlinsbach.» So begrüsst eine freundliche Stimme jene, welche bei der Combox der neuen Spitex Unteres Niederamt landen. Klingt erst einmal kompliziert – ist es aber nicht. Um dem steigenden Kostendruck und den Anforderungen an die Qualität der Dienstleistungen gerechter zu werden, haben sich die drei Spitexvereine per 10. Juni zu einer Organisation zusammengeschlossen. Konkret sind das zwei Vereine der oben erwähnten fünf Gemeinden und jener aus Erlinsbach SO.

Der Spitexverein von Walterswil löste sich per Dezember 2020 aus der Organisation und nimmt seit Januar die Dienstleistungen einer Spitexorganisation im benachbarten Aargau in Anspruch. Nachdem die Fusionsvorbereitungen vorerst unterbrochen wurden, kam es nach zwei Generalversammlungen im Juni schliesslich zur Gründung des Spitexvereins «Unteres Niederamt». Gleichzeitig erfolgte die Auflösung der drei alten Vereine.

Mehrere Standorte wurden zusammengeführt

Das Präsidium des Spitexvereins Unteres Niederamt übernimmt Hans Ulrich Bürgi, wie aus einer Pressemitteilung des Vereins hervorgeht. Mit dem Zusammenschluss umfasst das Einzugsgebiet der Spitex nun 19000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Gemäss Pressebericht ist die Grösse und die damit verbundene Dienstleistungsarbeit durch einen Zusammenschluss überschaubarer geworden. Auch Bürgi zeigt sich mit der Neuorganisation zufrieden: «Mit aktuell 35 Mitarbeitenden können wir das Gebiet prima abdecken», sagt er auf Anfrage.

Die Grösse der einzelnen Vereine hat sich laut Bürgi vorher finanziell spürbar niedergeschlagen. Das habe vor allem mit der Bewirtschaftung der verschiedenen Standorte zu tun gehabt. Aus diesem Grund unterstützten auch die Trägergemeinden das Vorhaben einer Fusion. Der neue gemeinsame Hauptstandort befindet sich in Gretzenbach an der Bodenackerstrasse 7.

Fusion ohne personelle Konsequenzen

Der Personalbestand der vorherigen drei Spitexorganisationen bleibt unverändert. Dadurch sei sichergestellt, dass sich die Kundinnen und Kunden nicht auf neues Personal oder neue Abläufe einstellen muss, von der Namensänderung abgesehen. Für die Moral der verschiedenen Teams sei der Zusammenschluss wegweisend.

«Durch eine engere Zusammenarbeit besteht ein Austausch, in dem wir unseren gemeinsamen Zielen und Idealen mehr Raum geben können. Gemeinsam sind wir schlussendlich stärker»

, so Bürgi am Telefon. Gemäss Pressebericht nimmt die Spitex eine zunehmende Nachfrage wahr, da immer mehr Menschen im Alter so lange wie möglich zuhause bleiben möchten.

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