Dulliken

Eigenkapital nimmt weiter zu: Gemeinde schreibt Gewinne

An der Rechnungsgemeindeversammlung der Gemeinde Dulliken wurde sowohl die Jahresrechnung 2017 als auch die neue Schulordnung wurden diskussionslos gutgeheissen.

Lena Bueche
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Fussballplatz Dulliken und Parzelle Gemeinde Dulliken in der Ey.

Fussballplatz Dulliken und Parzelle Gemeinde Dulliken in der Ey.

Bruno Kissling

Die Traktandenliste kündigte eine kurze Rechnungsgemeindeversammlung an. Nebst der Jahresrechnung 2017 hatten die 26 Dulliker Stimmberechtigten am vergangenen Montagabend nur über ein einziges weiteres Anliegen zu befinden: die Verabschiedung der totalrevidierten Schulordnung. Die Revision wurde nötig, weil sich die Schullandschaft in den letzten Jahren stark verändert hat und das seit 2007 geltende Dulliker Organisationsreglement Geleitete Schulen nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht.

So hat der Kanton zwischenzeitlich das Rahmenkonzept zum Qualitätsmanagement der Volksschule revidiert und die alte Promotionsordnung durch ein neues Laufbahnreglement ersetzt. Die Reform der Sekundarstufe I hat ebenfalls Veränderungen mit sich gebracht.

Wie Martin Wyss, Präsident der Fachkommission Bildung, erklärte, wurde das gemeindeeigene Reglement gemäss den neuen Vorgaben des Kantons überarbeitet: Neu ist beispielsweise die Gesamtschulleitung nicht mehr dem Gemeindepräsidenten unterstellt, sondern der Verwaltungsleitung der Gemeinde. Ausserdem wurden die Pflichtenhefte der Stufenschulleitungen den neuen Anforderungen angepasst.

Die Stimmbürger mochten weder über das Anliegen diskutieren noch Fragen dazu stellen. Sie folgten der Empfehlung der Fachkommission Bildung und hiessen die Totalrevision der Schulordnung mit 25 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung gut.

Eigenkapital nimmt weiter zu

Unumstritten war auch die Jahresrechnung 2017, die von der Gemeindeversammlung einstimmig genehmigt wurde. Der Entscheid dürfte den meisten Stimmbürgern leichtgefallen sein, präsentiert die Gemeinde Dulliken doch auch in diesem Jahr wieder solide Zahlen. Der gesamte Gemeindehaushalt inklusive Spezialfinanzierungen erzielte einen Gewinn von rund 1,2 Millionen Franken. Einzig die Abfallrechnung fuhr einen Verlust ein, der aber bewusst eingegangen wurde: Um die geäufneten Reserven abzubauen, hatte die Gemeinde Dulliken die Abfallgebühren um 15 Prozent gesenkt. Das Eigenkapital hat weiter zugenommen und beträgt per Ende 2017 14,8 Millionen Franken. Das Pro-Kopf-Vermögen beläuft sich auf 2568 Franken.

Zum positiven Ergebnis beigetragen hat unter anderem die Tatsache, dass die Steuereinnahmen rund 400'000 Franken höher ausfielen als budgetiert. Zudem führte die Budgetdisziplin der Kommissionen und Verwaltungsabteilungen dazu, dass gegenüber dem Budget 429'000 Franken weniger Ausgaben getätigt wurden. Als einmaliger Effekt trug ausserdem die Auflösung der Rücklagen für Schutzraumbauten dazu, dass der ausgewiesene Gewinn um 265'000 Franken höher ausfiel.

Die Nettoinvestitionen waren mit rund 990'000 Franken leicht höher als budgetiert. Grösster Brocken war unter anderem die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs für die Feuerwehr im Wert von knapp 354'000 Franken. Belastet wurde die Jahresrechnung vor allem durch steigende Kosten in der Sozialhilfe und in der Bildung.

Sanierung des Fussballplatzes?

Zum Schluss gab Gemeindepräsident Walter Rhiner einen Ausblick auf die kommende Budgetgemeindeversammlung: Womöglich werde dort ein Projekt zur Sanierung des Fussballplatzes Ey vorgestellt. Schliesslich sei die gesamte Infrastruktur inklusive Clubhaus in einem sehr schlechten Zustand, und die Sportvereine würden längst einer neuen Anlage entgegenfiebern. Rhiner schloss mit einem Augenzwinkern: Sollte das Projekt tatsächlich im Dezember traktandiert sein, könne man angesichts des grossen Supports für die lokalen Fussballvereine gewiss mit einer gut besuchten Versammlung rechnen.