Däniken

Däniken muss untendurch: Rückgang der Steuern belastet das Budget

Das Budget 2018 weist ein Defizit von 600'000 Franken auf. Deshalb will der Gemeinderat Däniken will Massnahmen treffen, um die Finanzsituation wieder auf einen positiven Kurs zu bringen.

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Roland Schmid

Der angekündigte massive Rückgang der Steuern und Abgaben der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG (KKG) sowie die Mehrbelastung durch den neuen Finanz- und Lastenausgleich hinterlassen deutliche Spuren im Däniker Budget. Das Budget 2018 präsentiert sich bei einem Umsatz von 14 Millionen Franken mit einem Defizit von 600'000 Franken.

Trotzdem hat der Gemeinderat entschieden, auf eine Steuererhöhung wie auch eine Anhebung der Gebühren zu verzichten. Dank des in den letzten Jahren gebildeten Eigenkapitals lässt sich der prognostizierte Aufwandüberschuss gut tragen.

Nach wie vor sind diverse ausschlaggebende Parameter wie beispielsweise die Entwicklung der KKG-Steuern und der Ausgang der Beschwerde bezüglich des Finanz- und Lastenausgleichs beim Bundesgericht nicht bekannt und erschweren eine langfristige Planung. Eine weitere grosse Unbekannte ist die Steuerreform 17 (Nachfolge der Unternehmenssteuerreform III), die Däniken empfindlich treffen dürfte.

Nach einer ersten Steuererhöhung auf das Jahr 2017 gilt es nun die Entwicklung der verschiedenen Faktoren abzuwarten. Sobald die Folgen daraus für Däniken bekannt sind, wird allenfalls eine weitere Steuererhöhung nötig sein. Dies sollte jedoch gemäss Finanzplanung kaum vor dem Jahr 2020 der Fall sein.

Schwierige Ausgangslage

Ansonsten gab das Budget zu keinen grossen Diskussionen Anlass. Der Rat stellt fest, dass die Kommissionen und Abteilungen sorgfältig und nachhaltig an ihren Budgeteingaben gearbeitet haben. Zudem zeigen einzelne beschlossene Sparmassnahmen zwischenzeitlich ihre Wirkung. Bei den Löhnen des Gemeindepersonals und Lehrkräfte sind keine teuerungsbedingten Anpassungen vorgesehen. Auch die Entschädigungen der nebenamtlichen Behördenmitglieder bleiben unverändert.

Die Investitionsrechnung weist mit 2,3 Millionen Franken verhältnismässig hohe Nettoinvestitionen aus. Der grösste Teil der Gesamtausgaben 2018 von 2,5 Millionen Franken fliesst in die Sanierung des Gemeindehauses. Die Gemeindehaussanierung bedarf jedoch noch der Zustimmung des Souveräns.

Das Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit ist angesichts der vorliegenden Situation im tiefroten Bereich und muss langfristig auf jeden Fall verbessert werden. Auch positive Finanz- und ausserordentliche Erträge, insbesondere der Verkauf von Industrieland, verhelfen nicht zu einem positiven Gesamtergebnis.

Der Gemeinderat ist sich der schwierigen Ausgangslage für die Gemeinde bewusst und ist laufend daran, Massnahmen zu erarbeiten und umzusetzen, um die Finanzen in naher Zukunft wieder auf einen positiven Kurs zu bringen.

Defizit in Wasserversorgung

Däniken investiert weiterhin beträchtliche Summen in die Werterhaltung der Wasserversorgung. Dies führt in dieser Spezialfinanzierung zu einem Aufwandüberschuss von 120'300 Franken. Das negative Ergebnis kann jedoch problemlos von den vorhandenen Rückstellungen aufgefangen werden.

Die Abwasserbeseitigung rechnet mit einem kleinen Aufwandüberschuss von 300 Franken. Bei der Abfallbeseitigung wird für das Jahr 2018 mit einem Ertragsüberschuss von 640 Franken und somit ebenfalls mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet. (Andrea Widmer)