Zuchwil
Mehr Verantwortung für die Sportzentrum AG und mehr Transparenz

Das Sportzentrum Zuchwil AG soll künftig die Investitionen selber ausführen und damit die Verwaltung der Gemeinde entlasten.

Urs Byland
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Minigolf im Sportzentrum Zuchwil kann wieder gespielt werden. Das Angebot wird rege genutzt, trotz der Kälte.

Minigolf im Sportzentrum Zuchwil kann wieder gespielt werden. Das Angebot wird rege genutzt, trotz der Kälte.

Urs Byland

Der Gemeinderat diskutierte an seiner Sitzung die Leistungsvereinbarung 2022 bis 2026 zwischen der Einwohnergemeinde und dem Sportzentrum. Eine im Januar vom Gemeinderat eingesetzte Arbeitsgruppe hat zwei Ziele definiert. Einerseits soll eine Leistungsvereinbarung erarbeitet werden, die einfacher und transparenter gestaltet sein soll als die bisherige, und die einen jährlichen Beitrag zur Verfügung der Sportzentrum AG definiert, der den Werterhalt der Anlage, die gemeinwirtschaftlichen Leistungen und allenfalls eine Jahrespauschale für die Investition enthält.

Andererseits soll die Arbeitsgruppe eine mittelfristige Perspektive für das Sportzentrum entwickeln. Insbesondere soll sie eine Überführung der Anlagen in den Besitz der Sportzentrum AG prüfen. Dieser letzte Punkt, die mittelfristige Perspektive, wird die Arbeitsgruppe noch länger beschäftigen. Bereits im Gemeinderat ist nun die neue Leistungsvereinbarung.

Nur Grossprojekte bleiben bei der Bauverwaltung

Die Leistungsvereinbarung ist nicht nur vereinfacht worden. Die Arbeitsgruppe vertritt die Meinung, dass die Sportzentrum AG mehr Kompetenzen bei den Ausführungen der Bauprojekte erhalten soll. Damit würde die Verantwortung der Investitionsprojekte an die AG übergeben und die Abteilung Bau und Planung entlastet. Ausgeschlossen aber sind die ausserordentlichen Grossprojekte.

Die bisherigen finanziellen Flüsse zwischen der Gemeinde und dem Sportzentrum sollen nicht entscheidend geändert werden. Diese soll der Gemeinderat anpassen. Insgesamt geht es um rund 1,8 Mio. Franken jährlich für Betrieb, Unterhalt und Investitionen, die von der Einwohnergemeinde ins Sportzentrum fliessen. An der Sitzung wurde aber ein Antrag auf zweite Lesung in Bezug auf die konkreten Zahlen gestellt, damit sich jeder nochmals überlegen könne, wie viele finanzielle Mittel nötig sind, um das Sportzentrum zu erhalten. Dem Antrag wurde klar zugestimmt.

Zu reden gab im weiteren Verlauf der Diskussion über die einzelnen Abschnitte des Leistungsvertrages der Passus, dass der Mindestanteil der Gemeinde am Aktienkapital der Sportzentrum AG bei 60 Prozent liegen soll. Markus Mottet (SVP) beantragte eine Änderung:

«Es reicht, wenn wir schreiben, dass der Aktienanteil derzeit 60 Prozent beträgt. Wenn Mindestanteil steht, gibt es keine Bestrebungen, etwas zu unternehmen.»

Der Antrag wurde gutgeheissen, ändert aber nichts am seinerzeitigen Gemeinderatsbeschluss, der einen Mindestanteil verlangt. Am Ende der Diskussion stimmte der Gemeinderat mit grosser Mehrheit der Leistungsvereinbarung zu. Abschliessend behandelt werden müssen noch die effektiven Beiträge der Gemeinde an die Sportzentrum AG.

Minime Lockerungen im Sportzentrum

Was bedeuten die vom Bundesrat verkündeten Lockerungen für das Sportzentrum? «Leider noch nicht viel», erklärt Direktor Urs Jäggi. Bisher geöffnet sind die Minigolfanlage und die Tennisplätze. Beides wird ergänzt durch ein Angebot für Zwischenverpflegungen. «Neu werden wir die Erwachsenenkurse im Hallenbad und in der Traglufthalle starten.» Wellness und Freizeitanlagen müssen laut Weisung des Bundesrates geschlossen bleiben. «Aber immerhin können wir die Kurse mit maximal 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchführen.» Hallenbad und Traglufthalle bleiben aber für die Öffentlichkeit (mit Ausnahme der Kurse) geschlossen.

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