Flumenthal

Waldaustrasse wird neun Monate lang gesperrt

Wegen der Bauarbeiten im Hinterriedholz wird der Verkehr umgeleitet. Auch das Trassee des «Bipperlisi» wird saniert.

Rahel Meier
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Der provisorische Kreisel in Flumenthal ist bereits in Betrieb.

Der provisorische Kreisel in Flumenthal ist bereits in Betrieb.

Michel Lüthi

Der Knoten Hinterriedholz wird ab Ende März umgestaltet. Einerseits soll das Trassee der Aare Seeland mobil erneuert werden. Andererseits will man den Knoten im Hinblick auf die Verkehrssicherheit verbessern. Täglich passieren knapp 21'000 Fahrzeuge die Kreuzung. Die Statistiken zeigen zudem auf, dass es sich um einen Unfallschwerpunkt handelt. Aus diesem Grund wird bis Ende Jahr eine gesteuerte Lichtsignalanlage eingebaut. Zudem sollen ab diesem Zeitpunkt vom Attisholz her in Richtung Flumenthal zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Damit könne der Verkehr, der Richtung Autobahnanschluss in Wangen an der Aare weiterfahren will, schnell weggebracht werden.

Die Strasse, die 1959 gebaut wurde, wird – samt den darunterliegenden Werkleitungen – ersetzt. Seit letztem September wurde die Baustelle vorbereitet. Der Installationsplatz steht bereit, der Veloweg wurde weiter nach Norden verlegt und auch die neue Abwasserleitung und die Versickerungsmulde, mit der die Strassenentwässerung gelöst werden soll, ist ausgehoben. Die Waldaustrasse wurde im Bereich der Einmündung auf die T5 leicht verbreitert, damit später die zweite Spur ausgezeichnet werden kann. Zudem wurde in Flumenthal, im Anschluss an die Hauptstrasse H5, ein provisorischer Kreisel erstellt.

Die Waldaustrasse wird gesperrt

Ab 30. März wird die Waldaustrasse für den Durchgangsverkehr gesperrt. Das bedingt ein spezielles Verkehrsregime während der Bauzeit bis Ende Jahr. Der Verkehr wird über die Attisholzstrasse umgeleitet. Beim Restaurant Attisholz wird ein provisorischer Fussgängerstreifen markiert. Dazu kommt vorübergehend eine Tempo-40-Signalisation.

Auf der Hauptachse, der H5, wird der Verkehr im Baustellenbereich während der gesamten Bauzeit mit Tempo 50 passieren können. «Wenn wir auf der Ostseite des Knotens, im Bereich der Velounterführung arbeiten, können wir den Verkehr während rund drei Wochen nur einspurig führen. Die restliche Zeit kann auf zwei Spuren gefahren werden», erklärt Projektleiter Peter Portmann (Amt für Verkehr und Tiefbau, AVT). Man versuche zudem diese Bauphase in die Sommerferien zu legen.

Bei der Günsbergstrasse wird das Linksabbiegen in beide Richtungen verboten. Das hat die Konsequenz, dass der Verkehr von Solothurn in Richtung Hubersdorf über den provisorischen Kreisel in Flumenthal geleitet wird. Der Verkehr aus Hubersdorf wiederum wird via Scheidwegen-/Hauptstrasse in Hubersdorf umgeleitet.

Während der Schul-Sommerferien wird zudem das Geleise des «Bipperlisi» komplett erneuert. Laut Portmann wird im Zweischichtbetrieb gearbeitet. Deshalb werde die Bahnlinie unterbrochen und es würden Ersatzbusse eingesetzt. «Es wird insgesamt eine intensive Bauzeit geben», so Portmann.

Fluchtverkehr mit Massnahmen eindämmen

Wegen der Schliessung der Waldaustrasse befürchten Riedholz, Flumenthal und Hubersdorf Fluchtverkehr. Der Kanton hat diese Bedenken aufgenommen und zusammen mit den Gemeinden ein Konzept erarbeitet, mit dem das Ausweichen des motorisierten Verkehrs vermieden werden soll.
In Riedholz wird in der «Kellenmatt», beim Kleinkaliberschiessstand, der Schützenweg für den motorisierten Verkehr in beide Richtungen gesperrt. In Flumenthal wird die Ein- und Ausfahrt von der Höflisgasse in die Waldaustrasse gesperrt. Zudem wird die Hubersdorfstrasse für den motorisierten Verkehr zur Einbahn nur in Richtung Süden und auch nur mit Tempo 50 befahrbar sein.

Die einschneidendsten Veränderungen ergeben sich in Hubersdorf. Rund 500 Fahrzeuge dürften während der Bauzeit zusätzlich durch das Dorf fahren. Aus diesem Grund ist eine ganze Palette von Massnahmen geplant: Diese geht von Abbiegeverboten, hin zu Einbahnstrassen bis zu Temporeduktionen. Der Verkehr soll gezielt auf der Achse via Scheidwegenstrasse und Hauptstrasse auf der Südseite des Dorfes Richtung Flumenthal und Wangen an der Aare geleitet werden.

Hinweis: Die Haupt-Bauarbeiten beginnen am 30. März und dauern bis 1. Dezember 2020.