Schulhausabwarte dürfen auch irgendwo im Dorf wohnen

Der Zuchwiler Gemeinderat hat die generelle Wohnsitzpflicht für Hauswarte in den Dienstwohnungen der Schulhäuser aufgehoben.

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Abwarte dürfen auch anderswo als in der Schule wohnen. (Symbolbild)

Abwarte dürfen auch anderswo als in der Schule wohnen. (Symbolbild)

Keystone

Schon jetzt gibt es zwei Schulhausabwarte, die extern wohnen. Die Trennung von Wohn- und Arbeitsort führe zu einer gewünschten Entflechtung der Befindlichkeiten. Wohnen im Schulhaus könne durchaus auch belastend sein und zu einer unnötigen Erschwerung der Berufsausübung führen. Es gehe nicht darum, bestehende Mietverhältnisse aufzulösen, so Gemeindepräsident Stefan Hug im Gemeinderat. Tatsächlich habe es in den letzten Jahren bei der Anstellung eines Hauswartes fast immer Diskussionen um den Bezug der Dienstwohnung gegeben.

In Zukunft könne man es den Angestellten überlassen, ob sie auf dem Schulhausareal oder lieber sonst im Dorf wohnen. Nicht genutzter Wohnraum könne zu Schulraum umgenutzt werden, so Hug. Die ehemalige Dienstwohnung im Lindenschulhaus beispielsweise diene heute als Büro für die Schuldirektion. Im Übrigen gebe es weder in der Dienst- und Gehaltsordnung noch in einem Gemeinderatsentscheid oder in einem Pflichtenheft eine eindeutige Bestimmung zu diesem Thema. Nicht alle Dienstwohnungen seien zudem gleich gut gelegen. Vor allem die Wohnung im Schulhaus Zelgli sei sehr exponiert, auch weil die Umgebung mit dem Kijuzu und den beiden Spielplätzen immer stärker von Jugendlichen und Kindern genützt wird.

Am Parkverbot festhalten

Der Gemeinderat hat am Grabackerweg erneut ein beidseitiges Parkverbot zwischen der Dorfackerstrasse und der Brunnmattstrasse erlassen und wird dieses neu ausschreiben. Ausgenommen sind markierte Parkfelder, die zur blauen Zone gehören. Die Anwohner sind nicht glücklich mit dieser Massnahme, wie Stefan Hug erklärt. Der Gemeinderat ist sich dessen bewusst, dass notfalls der Rechtsweg beschritten werden muss.

Man wolle aber am Parkkonzept der Gemeinde festhalten. Ausser wurde zur Kenntnis genommen, dass sich die Situation am Grabackerweg in der jüngsten Zeit nicht verbessert, sondern eher verschlechtert habe. Die Durchfahrt für den Kehrichtwagen, den Winterdienst und die Blaulichtorganisationen sei teilweise beinahe unmöglich.

Rats-Stenogramm

Im Weiteren hat der Rat

- Die Branger Architekten AG (Solothurn) mit der Erarbeitung des Projektes Erneuerung Freibad mit Traglufthalle zu einem Pauschalpreis von 800 000 Franken beauftragt;

- beschlossen, das Umweltschutzreglement aufzuheben. Künftig wird mit einem Pflichtenheft gearbeitet. In dieses wird auch die Zusammenarbeit mit der Energiestadt Gold aufgenommen;

- die Demission von Mirjam Fischli (SP) als ordentliches Mitglied der Beschwerdekommission, als ordentliches Mitglied des Wahlbüros und als Ersatzmitglied der Jugendkommission genehmigt. Regine Unold Jäggi tritt ihre Nachfolge im Wahlbüro und als Ersatzmitglied in der Jugendkommission an;

- Heinz Nellen (CVP) als ordentliches Mitglied in die Planungskommission und Andreas Rutz als Ersatzmitglied gewählt;

- Elisabeth Ambühl-Christen, Jens Lochbaum, Sven Schärlig und Markus Mottet als Delegierte in den Zweckverband Bevölkerungs- und Zivilschutz Aare Süd gewählt. Daniel Grolimund wurde als Ersatz nominiert;

- einen Beitrag von 300 Franken an das Zuchwiler Jugendsportlager gesprochen. (rm)