Regionalplanungsgruppe Solothurn
Espace: «Wir müssen uns und unsere Arbeit wieder vermehrt bekannt machen»

Im vergangenen Jahr wurde in der Regionalplanungsgruppe Espace Solothurn vor allem am Agglomerationsprogramm 4. Generation gearbeitet. Dieses Jahr soll genützt werden, um wieder mal für sich selbst zu werben.

Rahel Meier
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Als Massnahme im Agglomerationsprogramm mit Bundesgeldern unterstützt: Der Veloweg zwischen Zuchwil und Luterbach.

Als Massnahme im Agglomerationsprogramm mit Bundesgeldern unterstützt: Der Veloweg zwischen Zuchwil und Luterbach.

Hanspeter Bärtschi

«Alle Anträge einstimmig genehmigt.» Die Delegiertenversammlung der Regionalplanungsgruppe Espace Solothurn (Repla) musste bereits zum zweiten Mal auf dem Korrespondenzweg abgehalten werden. «Wir hatten auch keine ausserordentlichen Traktanden», so Geschäftsführer Matthias Reitze. Tatsächlich ging es nur um die Jahresberichte und die Jahresrechnung für das letzte und die Jahresbeiträge und den Voranschlag für das laufende Jahr.

Arbeit am Agglomerationsprogramm

Das letzte Jahr war geprägt von den Arbeiten am Agglomerationsprogramm der 4. Generation. Wichtige neue Inhalte sind die neue Mobilitätsstrategie, eine differenzierte Strategie zur Siedlungsentwicklung nach innen, eine auf Natur und Naherholung abgestimmte Strategie Landschaft, sowie die Betrachtung von Fokusräumen, die besonderen Handlungsbedarf aufweisen.

Mitte Jahr wird das Papier beim Bund eingereicht. Genehmigt wird es wohl Ende 2023. Gleichzeitig konnte 2020 mit der Umsetzung der ersten Massnahmen aus dem Agglomerationsprogramm 3. Generation begonnen werden.

Ebenfalls bereits gestartet wurde mit dem vom Bund unterstützten Projekt Natur und Naherholung, in dem es vor allem um den Aare- und Emmeraum geht.

Kostenbeteiligung wird breit akzeptiert

Wichtig war für die Repla auch die Weiterführung der Kostenbeteiligung für die nächsten vier Jahre.

«Wir sind auch dieses Mal von Gemeinde zu Gemeinde gezogen und haben für die Finanzierung geworben»,

meint Roger Siegenthaler (Präsident Repla).

Immerhin war man erfolgreich und kann so unter anderem die Finanzierung des Stadttheaters und der Zentralbibliothek weiterhin breiter abstützen. Ausser Hubersdorf zahlen alle Gemeinden ihren Anteil. Allerdings haben nicht alle Gemeinden die Vereinbarung unterschrieben, aber praktisch alle zahlen 2021 den vollen Anteil. «Der Anteil der voll zahlenden Gemeinden wird aber immer grösser», so Reitze.

Lead liegt neu bei der Stadt Solothurn

Vorwärts ging es auch mit dem Projekt «Ballsporthalle». «Hier hat die Stadt Solothurn in der Zwischenzeit den Lead übernommen», so Siegenthaler. Da die Halle in Solothurn gebaut werden soll, mache dies Sinn. Weiterhin sei auch der Kanton Solothurn als wesentlicher Akteur und die Interessengemeinschaft Sport Solothurn in die Planung mit einbezogen.

Ebenfalls vollzogen wurde im vergangenen Jahr die Ablösung der Geschäftsstelle. Bisher waren Reto Vescovi und Matthias Reitze als Co-Geschäftsführer eingesetzt. Nachdem Vescovi das Pensionsalter erreicht hat, ging die Verantwortung nun ganz auf Reitze über.

Replavertreter werden in den Gemeinden vorstellig

Anderes, wie beispielsweise die Vernetzungsprojekte, die Neophytenbekämpfung oder die Langsamverkehrs-Offensive werden im bewährten Rahmen weitergeführt. Die Repla will zudem in der neuen Legislatur wieder in den Gemeinderäten vorstellig werden. «Es wurden viele neue Präsidentinnen und Präsidenten aber auch Gemeinderäte gewählt», so Roger Siegenthaler. «Wir stellen fest, dass viele nicht wissen, was die Repla macht.

Arbeitszonenbewirtschaftung verstärken

Datenbank aktualisieren

«Das kommende Jahr ist ein Übergangsjahr», so Roger Siegenthaler. Man wolle darum das Augenmerk auf die Regionale Arbeitszonenbewirtschaftung legen. Die sei etwas stiefmütterlich behandelt worden bisher.

«Wir wollen die Aktualisierung der Datenbank vorantreiben und diese ausbauen», so Reitze. Bisher waren auf der Plattform nur leere Flächen sichtbar. Neu sollen auch die leerstehenden bebauten Gewerbeflächen, beispielsweise auf dem Areal der ehemaligen Papierfabrik in Biberist, oder auf dem Scintilla-Areal in Zuchwil sichtbar werden. Zudem soll die Datenbank öffentlich zugänglich gemacht werden.

«Wir wollen in Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaftsförderung die Drehscheibe zu den Gemeinden sein.» Dazu werde die Repla einen Leistungsvereinbarung mit dem Kanton abschliessen. Alle Interessierten haben dann ein Tool zur Verfügung, mit dem gearbeitet werden kann. (rm)

Insbesondere ist es Siegenthaler und Reitze auch wichtig, die Regiomech vermehrt ins Bewusstsein in den Gemeinden zu bringen. «Auch hier haben viele keine Ahnung, was dort geleistet wird.»

Im kommenden Jahr werden der Vorstand und der geschäftsleitende Ausschuss der Repla erneuert. Langjährige Mitglieder wie beispielsweise Vizepräsident Kurt Fluri (Solothurn), Bruno Meyer (Etziken), aber auch Stefan Schluep (Schnottwil) geben ihr Amt als Stadt- oder Gemeindepräsident ab und müssen ersetzt werden. «Es wird noch weitere Neuerungen geben», so Siegenthaler.

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