Riedholz

Regierungsrat erlaubt die Inertstoff-Deponie

Der Regierungsrat hat die Erweiterung der Inertstoff-Deponie im Attisholzwald genehmigt. Dies schreibt er im Amtsblatt.

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Die Inertstoffdeponie im Attisholzwald soll in direkter Nachbarschaft eine dreimal so grosse neue Deponie erhalten.

Die Inertstoffdeponie im Attisholzwald soll in direkter Nachbarschaft eine dreimal so grosse neue Deponie erhalten.

Urs Byland

Gleichzeitig darf die zu Vigier AG gehörende Solothurner Entsorgungs-Gesellschaft AG 196'731 Quadratmeter Wald roden, dies zur Errichtung einer Deponie mit vorherigem Kiesabbau.

174'917 Quadratmeter werden temporär gerodet und 21'814 Quadratmeter Wald werden definitiv gerodet. Die flächengleiche Ersatzaufforstung erfolgt vor Ort oder in der nahen Umgebung. Diese sind bis drei Jahre nach Deponieabschluss, spätestens bis Ende 2050 auszuführen. Zudem anerkannte der Solothurner Regierungsrat eine Aufforstung von 2857 Quadratmetern in Attiswil/BE als Rodungsersatz.

Zur Erweiterung der Deponie, die vor allem mit Bauschutt gefüllt wird, haben sich in Riedholz Anwohner gewehrt und eine Bürgerbewegung ins Leben gerufen. Sie befürchteten, die Ablagerungen würden so hoch, dass die Alpen von ihren Wohnsitzen aus nicht mehr zu sehen sind.

Sie erreichten mit ihren Mitwirkungen einige Anpassungen des Projekts. Bei der Auflage gab es am Ende keine Einsprachen mehr. Die Genehmigung der Deponie-Erweiterung wurde zur Formsache. Mit der zusätzlichen Deponie hat der Kanton für die nächsten 30 Jahre genügend Volumen bereitgestellt, um jährlich 80'000 Kubikmeter Bauschutt abzulagern. (uby)