Derendingen

Pläne für Emmenhof-Areal sind genehmigt

Die Profile der geplanten Emmenhof-Überbauung stehen bereits. Man hat in den letzten Tagen zu profilieren begonnen, damit bis zur Planauflage am 28. Mai alles fertig ist. Der Gemeinderat hat den Gestaltungsplan dieser umfangreichen Überbauung.

Lea Reimann
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Illustration zum Grossprojekt Emmenhof.

Illustration zum Grossprojekt Emmenhof.

zvg/nightnurse images Zürich

Ursprünglich fand die Genehmigung durch den Rat vor einem Jahr statt. Seither haben Diskussionen, öffentliche Mitwirkungsveranstaltungen und die Prüfung durch das kantonale Amt stattgefunden, sodass der Gemeinderat den Gestaltungsplan nun zur Auflage freigeben konnte. Diverse Punkte wurden noch einmal diskutiert, schliesslich waren sich alle einig: Die Gebäude im Emmenhof-Areal sollen gebaut werden. Der Gestaltungsplan ist gut, so wie er ist.

Schattenwurf gibt zu reden

Noch einmal untersucht wurde der Schattenwurf des 52 Meter hohen Hochhauses. Sobald ein Geländeteil länger als zwei Stunden pro Tag im Schatten liegt, spricht man von einer Benachteiligung. Bauverwalter Roger Spichiger beruhigte. Er zeigte auf, dass diese Gebiete sehr klein sind und nur das neu zu überbauende Gelände betreffen. Jetzige Anwohner sind vom «Zwei-Stunden-Schatten» nicht tangiert. Es werde zwar Häuser geben, die mit Schatten rechnen müssen – insbesondere am Morgen oder Abend, wenn die Schatten sehr weit reichen können. Diese seien aber nur von kurzer Dauer. So wird auch der Coop-Eingang an Dezemberabenden kurzzeitig im Schatten des Hochhauses liegen.

Zu reden gab auch die Anzahl der Parkplätze. Fest steht, dass der öffentliche Verkehr an dieser Lage ideal genutzt werden kann. Die Haltestelle Pestalozziplatz wird streng bedient. Für die Liegenschaften ist somit nicht das absolute Maximum an Parkplätzen erforderlich. Skeptische Stimmen aus dem Rat befürchteten, dass die vorgesehene Anzahl nicht reiche, da viele Familien mehrere Autos haben. Spichiger betonte, dass man die Bewohner auch zwingen wolle, den öV zu nutzen. Ausserdem werde die Parkplatzreduktion vom Raumplanungsamt verlangt, man könne nicht beliebig Parkplätze einbauen.

Bach wird freigelegt

Zur Kenntnis genommen hat der Rat den Gestaltungsplan Schluchtbach. Dieser wird vom Kanton, nicht von der Gemeinde aufgelegt. «Dieser Bach erhält eine ganz grosse Aufwertung», so Spichiger. Er wird nicht mehr mit Röhren kanalisiert, sondern kann innerhalb einer elf Meter breiten Uferschutzzone mäandrieren. Bäume und Sträucher sorgen für eine idyllische Umgebung.

Gemeindepräsident Kuno Tschumi (FDP) zeigte sich erfreut über die einstimmige Genehmigung. «Im Moment läuft eine grosse Entwicklung in unserem Dorf. Idealer können wir es gar nicht haben.» Die Gemeinde habe das Glück, dass alles zum richtigen Zeitpunkt komme und die Vorhaben aufeinander abgestimmt werden können. Das Projekt im Wissensteinfeld werde voraussichtlich ab Ende Jahr zahlreiche Arbeitsplätze bieten. Beim Ausbau der DHL spreche man ebenfalls von mehreren hundert Arbeitsplätzen und auch betreffend Attisholz sei einiges zu erwarten. «Der Bedarf an Wohnungen ist vorhanden», so Tschumi. Zudem kümmere sich der Kanton momentan um die Verkehrsplanung, insbesondere um das Nadelöhr Kreuzplatz. Die neue Überbauung, welche vermehrte Fahrten verursachen werde, könne so direkt einbezogen werden.

Bis 28. Juni wird die Planung öffentlich aufgelegt und anschliessend – sofern keine Einsprachen eingehen – dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegt. Der Bau soll voraussichtlich 2017 beginnen, und zwar mit einer ersten Etappe beim Restaurant Traube.