Gemeindeversammlung

Lohn-Ammannsegg geht es ganz prächtig

Die Gemeindeversammlung von Lohn-Ammannsegg genehmigt die Rechnung mit einem Ertragsüberschuss von 1,4 Millionen Franken

Gundi Klemm
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Das Pro-Kopf-Vermögen beträgt 1500 Franken.

Das Pro-Kopf-Vermögen beträgt 1500 Franken.

Hanspeter Bärtschi

«Wir sind eine finanziell gesunde Gemeinde mit Kraft für künftige Investitionen», fasste Gemeindepräsident Markus Sieber das Ergebnis der Jahresrechnung mit einem Ertrag von 13,5 Mio. mit Überschuss von 1,4 Mio. Franken zusammen. Bei schönstem Wetter hatten sich die 54 teilnehmenden Stimmberechtigten in der Pausenhalle des Schulhauses versammelt, um anschliessend in geselliger Runde den traditionellen Imbiss zu geniessen.

Sieber machte das Verständnis für den Jahreshaushalt 2017 seinen Mitbürgerinnen und -bürgern leicht, denn er hatte eine kompakte, übersichtliche Kurzversion der Rechnung geschaffen, die alle wichtigen Zahlen enthielt. Im Sinne der Anwesenden war es, den Ertragsüberschuss für zusätzliche Abschreibungen im Umfang von 1,2 Mio. auf Verkehrswege, Hochbauten und immaterielle Anlagen zu verwenden und damit den Wert des Verwaltungsvermögens auf nur noch 5,6 Mio. Franken zu senken. Das Finanzvermögen liegt gleichzeitig bei 12 Mio. Franken. Der tatsächlich resultierende Jahresgewinn von 183'000 Franken wird dem Eigenkapital von jetzt 10 Mio. Franken zugewiesen und ergibt ein Pro-Kopf-Vermögen von 1500 Franken.

Mehr Steuern eingenommen

Zwar ist man in L.A. (nicht etwa in Los Angeles!) an gute Jahreshaushalte gewöhnt. Der Gemeindepräsident erklärte dennoch die Gründe für das positive Abschneiden. Die Steuereinnahmen von gesamthaft 10,8 Mio. lagen um 900'000 Franken höher als budgetiert. Zu diesem Resultat trugen vor allem die natürlichen Personen bei. Doch mit immerhin 1 Mio. Franken waren auch die juristischen Personen beteiligt.

Zudem sei die Ausgabendisziplin in Verwaltung und Behörden mit einem Minderaufwand von 250'000 Franken sehr gut, lobte Sieber. Wegen der Neubesetzung der Verwaltungsleitung erst im Mai 2017 durch Felix Marti blieb der Personalaufwand trotz Überbrückungen tiefer, dafür war etwas mehr Sachaufwand nötig. Auch finanzielle Transferleistungen an regionale Zweckverbände und die in dieser Periode auf rund 2,3 Mio. Franken «gebremsten» Sozialkosten fielen wie die Finanzleistungen für die Bildung mit 5,3 Mio. Franken grundsätzlich günstiger aus. Beide Aufgabenposten sind in der Rechnungsübersicht aber durch zusätzliche Abschreibungen erhöht.

Die Investitionen im Betrag von rund 2,2 Mio. Franken können zu 107 Prozent selbst finanziert werden. Gut aufgestellt sind auch die Spezialfinanzierungen, die über positive Abschlüsse und Eigenkapital verfügen. Die Versammlung nahm Kenntnis von dringlichen und ungebundenen Nachtragskrediten im Umfang von 572'000 Franken, die der Gemeinderat wegen seiner Bewilligungskompetenz von 100'000 Franken pro Vorgang selbst genehmigt hatte. Die Versammlung entsprach einstimmig allen Anträgen des Gemeinderates, der zudem auf die ungeteilte Bestätigung der Rechnungsprüfungskommission zählen konnte. Der Gemeindepräsident, der im Eilschritt durch die Geschäftsliste geführt hatte, dankte der Bevölkerung für das entgegengebrachte Vertrauen.

Schöne Aussichten

Das grosse Dorffest aus Anlass der 25 Jahre erfolgreich bestehenden Fusion der beiden Ortsteile Lohn und Ammannsegg soll vom 31. August abends bis Sonntagmittag, 2. September, gefeiert werden. «Es wird Aktivitäten und Gemütlichkeit für alle Altersstufen geben», lud Gemeinderätin Isabelle Scheidegger ein und bat um Mithilfe von Freiwilligen. Markus Sieber machte auf den geplanten Dorfrundgang am Samstag, 15. September aufmerksam. «Dann wollen wir an Beispielen erläutern, was im Rahmen der Ortsplanungsrevision passiert.»