Lohn-Ammannsegg
Dank buchhalterischem Sonderertrag: Einwohner zahlen vier Jahre lang weniger Steuern

In Lohn-Ammannsegg wird in den kommenden Jahren investiert, die Verschuldung nimmt zu. Trotzdem können die Steuern - zeitlich befristet für vier Jahre - gesenkt werden.

Rahel Meier
Drucken
Die Einwohnerinnen und Einwohner von Lohn-Ammannsegg dürfen von einem tieferen Steuersatz profitieren.

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Lohn-Ammannsegg dürfen von einem tieferen Steuersatz profitieren.

Urs Byland

An der Gemeindeversammlung Lohn-Ammannsegg wurde das Budget für das kommende Jahr genehmigt. Es basiert auf einem Steuerfuss von 97 Prozent für die natürlichen Personen. Das heisst konkret, dass die Steuern um drei Punkte gesenkt werden. Bei einem Gesamtaufwand von 12,763 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 13,334 Mio. Franken resultiert ein Ertragsüberschuss von 570356 Mio. Franken. Netto sollen im kommenden Jahr 1,718 Mio. Franken investiert werden.

Mehrausgaben in der Bildung und im Bereich Verkehr

Gemeindepräsident Markus Sieber zeigte auf, dass die Steuersenkung für vier Jahre geplant ist. Ab 2026 soll wieder ein Steuerfuss von 100 Punkten gelten. Die Gemeinde könne von der Auflösung der Neubewertungsreserve profitieren, die für 2022 887835 Franken in die Kasse spült. «Dieser Betrag ist rein buchhalterisch. Es fliesst kein Geld», so Sieber.

Kurz ging er zudem auf die Position Bildung ein, die für 2022 einen Mehraufwand von 217283 Franken vorsieht. Dies ergibt sich vor allem aus den höheren Personalkosten in der Gemeindeschule. Ähnlich verhält es sich beim Bereich Verkehr. Im Werkhof wird eine neue Stelle geschaffen, was Auswirkungen auf das Budget hat.

Verschuldung nimmt bis 2026 zu

An der Gemeindeversammlung wurde zudem der Finanzplan bis ins Jahr 2026 präsentiert. Die Investitionen in die Schulbauten und in den Bahnhof Lohn-Lüterkofen sind darin enthalten. Der Finanzplan zeigt auf, dass die Verschuldung der Gemeinde in dieser Zeit zwar zunimmt, aber trotzdem Eigenkapital aufgebaut werden kann.

An der Gemeindeversammlung wurde weiter dem neuen Vertrag für die Kreisschule mit Biberist zugestimmt. Auch das neue Feuerwehrreglement und das Baureglement wurden genehmigt. Letzteres soll aber schon baldmöglichst mit einem weiteren Paragrafen ergänzt werden, in dem es um energetische Massnahmen geht. Diesem Antrag stimmte eine Mehrheit der 91 anwesenden Stimmberechtigten zu.

Zugestimmt wurde auch der Sanierung der Mühlebühlstrasse und der Sanierung der Wasserleitung eines Teilstückes in der Paradiesstrasse.

Aktuelle Nachrichten