Biberist

Kinder aus dem Schöngrün-Quartier werden mit Schulbus transportiert

Die Kinder bis und mit 2. Klasse aus dem Schöngrün-Quartier sollen mit einem Schulbus nach Biberist gefahren werden.

Rahel Meier
Drucken
Teilen
Die Bushaltestelle St. Urs wird als «ungünstig» eingestuft, wenn viele Schulkinder gleichzeitig dort warten müssten.

Die Bushaltestelle St. Urs wird als «ungünstig» eingestuft, wenn viele Schulkinder gleichzeitig dort warten müssten.

Tom Ulrich

«Seit Menschengedenken», so formulierte es Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann, gehen die Kinder aus dem Ortsteil Schöngrün nach Solothurn in den Kindergarten und in die Schule. Mit dem neuen Schuljahr ändert sich dies. Ab dann werden alle Kinder aus Biberist die Schule auch in Biberist besuchen.

Weil der Schulweg für die Kinder aus dem Schöngrünquartier relativ lang und teilweise auch gefährlich ist, muss man den Transport lösen. Für Gesamtschulleiter Thomas Weyermann kommt nur eines infrage: Ein Schulbus. Das hatte er dem Gemeinderat auch so vorgeschlagen. «Für mich wäre es verantwortungslos, die Kinder mit dem öffentlichen Bus in die Schule zu schicken.»

Gemeinderat forderte mehrere Vorschläge

Dass dem Gemeinderat nur eine Lösung vorgelegt wurde und das erst in der letzten Woche vor den Sommerferien, stiess den meisten Gemeinderäten sauer auf. Für Albert Wittwer (CVP) war klar, dass der Gemeinderat dieser Lösung nun zustimmen müsse, weil es zeitlich gar nicht mehr reiche, eine Alternative zu diskutieren. «Wir haben im Februar klar gesagt, dass wir nicht nur die Variante Schulbus diskutieren möchten, sondern auch Alternativen. Den Transport der Kinder mit dem öffentlichen Verkehr mit einer Begleitperson beispielsweise», so Sabrina Weisskopf (FDP).

Der Gemeinderat sei jetzt dazu gezwungen, dem Schulbus zuzustimmen. «Sonst sind die Kinder und die Eltern aus dem Schöngrünquartier die Leidtragenden und das ist nicht fair.» Die FDP-Fraktion werde der Lösung aber nur befristet für ein Jahr zustimmen und wolle nochmals über das Thema diskutieren und dann Alternativen haben. «Wir wollen zudem, dass den Eltern schriftlich kommuniziert wird, dass der Schulbus vorerst nur für ein Jahr fährt.» Dieses Vorgehen unterstützte auch die SVP.

Stefan Hug-Portmann stützte den Vorschlag des Gesamtschuleiters. «Der Schulbus ist vor allem für die Kinder bis zur 2. Klasse gedacht», meinte er weiter. Die älteren Kinder könnten den öffentlichen Verkehr nutzen oder das Velo nehmen. Das System mit Begleitpersonen erachtete Hug-Portmann als schwierig. Und Thomas Weyermann befand die Bushaltestelle St. Urs, die bei den Schulhäusern liegt, als «eher gefährlich» für kleine Kinder.

Der Gemeinderat stimmte der Schulbuslösung für ein Jahr zu und bewilligte den Nachtragskredit von 23'500 Franken.