Zuchwil
Höchste Priorität für die Sanierung des Gemeindehaus-Westtrakts

Der Gemeinderat von Zuchwil diskutierte die Dringlichkeit aktueller Herausforderungen in der Gemeinde.

Patric Schild
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Oberste Dringlichkeit für Gemeinderat und Abteilungsleiter hat die Sanierung des Westtrakts (links) Gemeindehaus Zuchwil.

Oberste Dringlichkeit für Gemeinderat und Abteilungsleiter hat die Sanierung des Westtrakts (links) Gemeindehaus Zuchwil.

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Im vergangenen Jahr fand unter den Mitgliedern des Gemeinderates sowie den Abteilungsleitern eine Umfrage bezüglich der Perspektiven und übergeordneten Herausforderungen der Einwohnergemeinde statt. Dabei handelt es sich um noch nicht angegangene Themen, die aber zum Teil in den Legislaturzielen festgehalten sind. Das Ziel der Umfrage war, mit eine Priorisierung Dringlichkeit festzulegen.

Die Auswertung wurde nun im Gemeinderat thematisiert. Weit vorne rangiert etwa die Integration von Neuzuzügern. Nachdem die Bereiche «Informieren» und «Fördern» bereits eingeführt wurden, sollen in diesem Jahr die Bereiche «Fordern» und «Sanktionieren», besonders im Hinblick auf integrationsunwillige Personen, im Fokus stehen. «Dieser Punkt ist somit im Fluss und braucht momentan keine weiteren Massnahmen», sagte Gemeindepräsident Stefan Hug.

Ebenfalls hoch im Kurs steht die Zentrumsgestaltung. Bauverwalter Peter Baumann erklärte, dass hier die Vorbereitungen in vollem Gange seien. Wichtig sei dabei die Frage, was das Ziel des Zentrums sei: Geht es um den Verkehr, die Raser- und Lärmproblematik sowie die Erhöhung der Sicherheit oder wird gar eine Lösung in Richtung Begegnungszone zur Attraktivierung des Zentrums angestrebt? Gerade Letzteres würde sich jedoch als besondere Herausforderung erweisen, da für den Verkehr Ausweichmöglichkeiten geschaffen werden müssten, so wie dies etwa beim Beispiel Grenchen der Fall sei. Weiter komme die Frage hinzu, wo das Zentrum eigentlich anfange und wo es aufhöre. «Wir sind aber dabei, die verschiedenen Varianten vorzubereiten», so der Bauverwalter.

Höchste Priorität geniesst indes die Sanierung des Westtraktes des Gemeindehauses. Hier laufen aktuell Abklärungen, ob eine Totalsanierung oder doch eher eine Teilsanierung den grösseren Kosten-Nutzen-Effekt mit sich bringt. Als hingegen weniger dringlich wurde beispielsweise das elektronische Parking eingestuft. Das bedeutet, dass die gesamte Bewirtschaftung, vom Kauf der Parkkarte bis hin zur Kontrolle durch die Polizei, via Apps erfolgen soll. Baumann erklärte, dass man in diesem Bereich zuerst die Erfahrungen der Nachbargemeinden Solothurn, Subingen und Derendingen abwarten wolle.

«Sind Reserven ausgeschöpft?»

Ende November 2019 fiel im Sportzentrum Zuchwil unerwartet der Wärmetauscher aus. Da dieser für die Energieversorgung entscheidend ist, war schnelles Handeln gefordert. Nebst der Reparatur musste zudem eine kostenintensive Notheizung zur Überbrückung installiert werden. Alles in allem schlug die ganze Aktion mit 15535 Franken zu Buche. Wegen der Sanierung des Freibades sowie weiterer getätigten Arbeiten, welche im Zuge dieser stattgefunden haben, war der Renovationsfonds der Sportzentrum Zuchwil AG allerdings bereits ausgeschöpft. Aufgrund der laufenden Leistungsvereinbarung zwischen dem Sportzentrum und der Einwohnergemeinde wandte sich die AG für die angefallenen Kosten nun mit einem Nachtragskredit an den Gemeinderat.

Noch hängig ist allerdings der Rechnungsauszug, der belegt, dass das Konto der AG tatsächlich aufgebraucht ist. Dies missfiel den Ratsmitgliedern. Mehrere kritische Stimmen wurden laut. «Ich möchte eine genaue Zusammenstellung, wofür die Reserven gebraucht worden sind, bevor ich dem Kredit zustimmen kann», forderte etwa Markus Mottet. Auch Daniel Grolimund war der Auffassung, dass dieses Vorgehen der AG nicht im Sinne der Transparenz sei, und beantragte eine Rückweisung des Geschäfts, bis die nötigen Dokumente vorliegen. Diese Meinung vertrat auch die grosse Mehrheit des Rates, weshalb dem Rückweisungsantrag stattgegeben wurde. (psg)

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