Selzach

Gemeinderat will die Kosten für Schneeräumung zu den Berghöfen gerecht verteilen

Marlene Sedlacek
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Der Berghof mit Gastwirtschaft Schauenburg,

Der Berghof mit Gastwirtschaft Schauenburg,

Urs Byland

Die Schneeräumung zu den Berghöfen Althüsli und Schauenburg ist ein Thema das im Gemeinderat Selzach immer wieder auf den Tisch kommt. Im Jahr 1985 wurde für die Brügglistrasse ein Unterhaltsvertrag mit den Nutzniessern abgeschlossen, der auch die Schneeräumung beinhaltet. Mit der Bergsamengemeinde Althüsli besteht eine notdürftige Vereinbarung, die einen Maximalbeitrag der Gemeinde Selzach von 3000 Franken vorsieht.

Auf Initiative von Mario Gerber, Eigentümer und Betreiber des Bergrestaurants Schauenburg arbeitete Gemeindevizepräsident Thomas Studer (CVP) zusammen mit der Bauverwaltung einen Vertragsentwurf für beide Höfe aus. Von den Vollkosten von 12'000 Franken pro Hof soll die Gemeinde Selzach 4250 Franken tragen. Die Berggasthöfe sollen einen Drittel der Kosten übernehmen.

Die Restkosten werden auf die weiteren betroffenen Einwohner- und Bürgergemeinden, die Althüsli Berggemeinde sowie den Forstbetrieb Leberberg aufgeteilt. Dem Abschluss des Vertrages sollte nichts mehr im Weg stehen, meinte Gemeindepräsidentin Silvia Spycher (FDP). Er sei einfach und transparent.

Keine Beiträge ausserhalb des Reglements

Soll das Logo der Gemeinde auf dem Vereinsbus des Skiclubs Selzach prangen? Der Club gelangte an die Kultur- und Sportkommission mit der Bitte um Unterstützung für den Kauf und Unterhalt eines Kleinbusses. Er will durch den Verkauf von Sponsorenflächen das Fahrzeug kostendeckend unterhalten und finanzieren. Das Vereinsunterstützungsreglement sieht jedoch nur Beiträge für Mietobjekte vor.

Christoph Scholl (FDP) findet es problematisch, wenn ein Verein Finanzhilfe ausserhalb des Reglements erhält. «Wenn wir auf diesen Einzelfall eintreten, werden sich andere Vereine benachteiligt fühlen», gab er zu bedenken. Er schlug vor, das Reglement zu optimieren und insbesondere zwei Punkte zu überarbeiten. Einerseits die Förderung von Vereinen, die an kantonalen oder eidgenössischen Wettkämpfen teilnehmen. Auch der Skiclub sei im Winter jedes Wochenende schweizweit an Rennen unterwegs, wusste er. Als zweiten Punkt nannte Scholl die Handhabung der Beiträge an Räumlichkeiten.

Benutzt ein Verein gemeindeeigene Räumlichkeiten, kommt er fast gratis weg. Bei gemieteten Liegenschaften leistet die Gemeinde einen Beitrag an die Miete. Benutzt ein Verein jedoch seine eigenen Räume, geht er leer aus. Der Gemeinderat stellte den Antrag des Skiclubs zurück und beauftragte die Kultur- und Sportkommission, das Reglement zu überarbeiten.

Die Oberstufe braucht ab nächstem Schuljahr einen Werkraum. Der ehemalige PC-Raum im Untergeschoss des Oberstufenschulhauses SH II steht seit längerem meist leer. Nachdem allen Schülern Geräte abgegeben wurden, ist der Computerunterricht in diesem Raum nicht mehr nötig. Schulleiter Stefan Nyffeler stellte den Antrag, dieses Zimmer bis spätestens zum Schulbeginn im Sommer in einen Werkraum umzubauen. Aussen an den Fenstern angebrachte Lamellenstoren sollen die innenliegenden Verdunkelungsrollos ersetzen. Diese sind so unfachmännisch montiert, dass man die Fenster nur etwa 25 Zentimeter weit öffnen kann und eine vernünftige Lüftung der Räume kaum möglich ist. Ausserdem ist geplant, eine Wasserstelle einzurichten. Der Umbau wird Kosten von rund 20'000 Franken verursachen.