Subingen/Crémines

Für Plan B sucht der Raubtierpark frisches Geld

«Plan B», der Umzug des Raubtierparkes in die Siky Ranch soll nun definitiv vorangetrieben werden. An der Generalversammlung Ende Februar soll das Kapital erhöht werden.

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René Stricklers Raubtierpark
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Aufmerksam verfolgt Löwe Zumba das Geschehen
Der weisse Löwe ist ein Geschenk vom Zoo in Belgrad
Gut gebrüllt!
Pumas gehören auch zu den Attraktionen im Park
Die junge Löwin schnappt sich das Fleischstück
Die Löwen rollen im Gras herum
René Strickler 2005 mit drei Tigerbabys Weisse Tiger sind selten.
René Strickler in Aktion, das Bild stammt von 2002
René Strickler mit seinen Tieren.
Die Tiergehege sind mit Details ausgeschmückt

René Stricklers Raubtierpark

Hanspeter Bärtschi

Da bis jetzt der Kauf der Hälfte des Grundstücks am heutigen Standort nicht möglich war, will die Raubtierpark Subingen AG den «Plan B» vorantreiben: die Verlegung des Raubtierparks nach Crémines in die Siky Ranch. Dies schreibt Werner Ballmer, Verwaltungsratspräsident Raubtierpark Subingen AG, in einer Mitteilung.

Intensiv werde an der Eingabe der Baubewilligung gearbeitet, denn die Nachthäuser müssten, um den Vorschriften der heutigen Raubtierhaltung zu genügen, neu erstellt werden. Weiter will die Raubtierpark Subingen AG an einer ausserordentlichen Generalversammlung Ende Februar eine Kapitalerhöhung durchführen, um die finanziellen Mittel für die Realisierung des Projektes bereitzustellen.

René Strickler und sein Raubtierpark: Eine bewegende Geschichte
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2003 mietet Strickler für fünf Jahre ein Gebäude sowie rund 6000 Quadratmeter Land in Subingen. Eigentümerin des Geländes ist die Espace Real Estate Holding AG.
2005 muss er ein neues Baugesuch einreichen Es kommen immer wieder neue Gehege und Gebäude dazu, die auf einen permanenten Raubtierpark hindeuten.
Wie finanziert sich ein Raubtier-Themenpark? 2007 erhält Strickler zwar die Bewilligung, in Dompierre (FR) einen 42'000 Quadratmeter grossen Raubtierpark-Themenpark zu bauen, die Finanzierung des 35-Millionen-Projekts ist jedoch nicht gesichert.
2008 wird der Mietvertrag noch einmal für drei Jahre verlängert Die Zukunft der Raubtiere scheint wenigstens für eine Weile gesichert.
Im August 2009 wird jedoch bekannt, dass der Mietvertrag vor Monaten gekündigt wurde. Wohin nun mit den Tieren?
Im Januar 2010 erreicht René Strickler eine Mieterstreckung für drei weitere Jahre Die Raubtiere, darunter auch seltene Exemplare wie dieser weisse Tiger mit Namen Arisha, und die 50 kleineren Tiere, wie Hasen, Schweine oder Ziegen sind noch einmal um eine Räumung herum gekommen.
2013 fordert Strickler vergeblich eine weitere Mieterstreckung um drei Jahre. 2014 einigt er sich vor der Zivilabteilung des Richteramts Bucheggberg-Wasseramt auf einen Vergleich für die Räumung des Raubtierparks auf Ende 2015.
Demo für Raubtierpark 200 Tierfreunde bekunden im März ihre Solidarität für René Stricklers Raubtierpark. Dieser muss das Gelände bis Mitte Juli geräumt haben. (20. März 2016)

René Strickler und sein Raubtierpark: Eine bewegende Geschichte

Urs Lindt

«Wir werden periodisch über den Fortschritt informieren», so Ballmer in seiner Mitteilung. Er freue sich, dass mit dem Umzug auch das Überleben der seit 45 Jahren bestehenden und in finanzielle Not geratenen Siky Ranch gesichert werden könne. (uby)