Ewag

Etziker Maschinenfabrik will über die Hälfte der Stellen abbauen

Die Maschinenfabrik Ewag aus Etziken plant eine Massenentlassung. Über die Hälfte der 133 Stellen im Unternehmen sollen gestrichen werden.

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In der Firma EWAG kommt es zu Entlassungen.

In der Firma EWAG kommt es zu Entlassungen.

Hanspeter Bärtschi

133 Stellen gibt es in der Ewag AG. Diese sollen um 78 auf noch 55 abgebaut werden, meldete der Verband Angestellte Schweiz. Der Abbau soll aber nicht alleine wegen der Coronakrise erfolgen. Offenbar hat die Firma, die 1946 gegründet wurde und Werkzeugschleif- und Laserbearbeitungsmaschinen für den Weltmarkt entwickelt und baut, schon seit der Finanzkrise Probleme. Die Ewag AG sei wie andere Firmen in der Maschinenindustrie stark auf den Export ausgerichtet und leide darum unter internationalen Wirtschaftskrisen entsprechend stark, so die Gewerkschaft. Die Geschäftsleitung erachte deshalb einen Stellenabbau als unvermeidbar. Man will sich auf die Produkte konzentrieren, für die man noch Abnehmer findet.

Laut der Besitzerin United Grinding Group stehe die Etziker Firma vor «besonderen Herausforderungen», wie das «Regionaljournal Aargau-Solothurn» aus der Stellungnahme zitiert. «Die nachhaltig veränderte Marktlage und aktuelle wirtschaftliche Situation, mit einer lahmenden Weltwirtschaft und längerfristig unabsehbaren Folgen der ausgebrochenen Corona-Krise», sei dafür verantwortlich.

Am Mittwoch sei das Konsultationsverfahren eröffnet worden.

Anschlusslösung und Unterstützung

Angestellte Schweiz wusste schon vorher von den Problemen der Firma. Überrascht wurde man aber vom Umfang des Stellenabbaus.

«Die Angestellten Schweiz anerkennen die Bemühungen der Ewag-Geschäftsleitung, den Betrieb in kleinerem Rahmen mit weniger Produkten und Leistungen sicherzustellen», heisst es in der Mitteilung. Der Verband fordert aber, «dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um den Stellenabbau zu reduzieren». Für alle Betroffenen soll eine Anschlusslösung gefunden werden.

Neben einem Stellenabbau gibt es eine weitere Änderung. Die Ewag AG soll mit der bernischen Fritz Studer AG verschmolzen werden. Angestellte Schweiz hoffen darauf, dass sich diese für die Entlassenen einsetzt.

Für die Wasserämter Gemeinde Etziken ist die Ewag AG ein bedeutender Arbeitgeber. Gemeindepräsident Bruno Meyer bedauert gegenüber dem «Regionaljournal» den Stellenabbau und sprach von einem Verlust für die ganze Region. (ldu)