Gemeindepräsidentenkonferenz

Eine Traglufthalle bleibt eine Option fürs Zuchwiler Freibad

Die Wasserämter Gemeindepräsidenten trafen sich in Derendingen für die Gemeindepräsidentenkonferenz. Dabei diskutierten sie auch über das Freibad in Zuchwil, das saniert werden soll.

Rahel Meier
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So sieht eine Traglufthalle über dem Schwimmbecken aus.

So sieht eine Traglufthalle über dem Schwimmbecken aus.

zvg

Das Freibad in Zuchwil wird voraussichtlich 2018 und 2019 saniert. Das kostet die Gemeinde 7 bis 8 Mio. Franken. Um der Wasserknappheit im Winter zu begegnen, erwägen die Verantwortlichen, in einer zweiten Etappe, nach dem Jahr 2020, in der kalten Jahreszeit eine Traglufthalle über dem 50-Meter-Becken aufzustellen.

Gilbert Ambühl (Präsident Task-Force Sportzentrum Zuchwil) und Urs Jäggi (Direktor Sportzentrum) warben an der Gemeindepräsidentenkonferenz (GPK), die in Derendingen stattfand, für dieses Projekt. «Die Möglichkeit, im Winter in einem 50-Meter-Becken zu schwimmen, fehlt in der Region», so Ambühl.

So würde die Halle von aussen aussehen

So würde die Halle von aussen aussehen

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Die nächsten Hallen seien in der Waadt und im Kanton Zürich zu finden. Die Nachfrage für dieses Angebot sei vonseiten der Spitzensportler ebenso wie von den Breitensportlern vorhanden. Auch Schulen und Vereine würden das gedeckte Becken im Winter nutzen. Das Hallenbad in Zuchwil sei voll ausgelastet. «In der Region ist eine grosse Bautätigkeit zu vermerken. Ebenso werden Arbeitsplätze geschaffen», meinte Ambühl. Zudem seien Sport und Fitness im Trend. «Das Becken würde sicher genützt.»

Könnte regionale Aufgabe sein

«Die Installation einer solchen Halle wäre unserer Meinung nach aber eine regionale Aufgabe. Nur, wenn das Projekt von den Regionsgemeinden mitgetragen werde, gehe die Gemeinde Zuchwil die Planung an. Sonst laufe man Gefahr, das die ganze Sanierung scheitere.

«Immerhin haben wir von der Stadt Solothurn und den kantonalen Behörden Signale, dass eine finanzielle Unterstützung wahrscheinlich ist.» Zuchwil möchte im Oktober an der Urne über die Sanierung des Freibades abstimmen. Das Bauprojekt sei ein anderes mit oder ohne Traglufthalle. «Wenn wir die Halle später aufstellen möchten, braucht es bauliche Anpassungen.» Dies ergebe Mehrkosten für Zuchwil, ebenso koste die Halle um 0,7 Mio. Franken. Auf- und Abbau der Halle seien einfach zu bewerkstelligen. Mehr als einen Tag brauche es nicht dafür. Wasser und Luft müssten beheizt werden.

Nachfolger für Fischer gesucht

Thomas Fischer (Drei Höfe) hat sich in den letzten Jahren um die Aktivitäten rund um den Prix d’Honneur (ehemals Filmpreis Wasseramt) gekümmert. Er tritt aber zurück und für ihn wird eine Nachfolge innerhalb der GPK gesucht.

Fischer konnte aber bekannt geben, dass erstmals seit einigen Jahren alle Gemeinden einen Beitrag bezahlt hätten. «Das Geld konnten wir letzte Woche an die Preisträgerin Tiziana Soudani und die Filmtage überweisen.» (rm)

Peter Jordi (Gerlafingen) zeigte sich interessiert, da auch der Schwimmclub Eichholz die Trainingsmöglichkeit im Winter nützen würde. Definitive Zusagen machte keiner der anwesenden Gemeindepräsidenten. Gilbert Ambühl und Urs Jäggi werden aber ihre Werbetour weiterführen und die Gemeinderäte auf Wunsch direkt an einer Sitzung informieren.

Integration als Herausforderung

Biberist war die erste Pilotgemeinde, die sich des Projektes start.integration annahm. Gemeindepräsident Martin Blaser informierte seine Kollegen am Dienstagabend über die Erkenntnisse, die in der Pilotphase gewonnen wurden. «Wir haben einen hohen Ausländeranteil, aber die wenigsten der Ausländer bei uns machen Probleme», so Blaser vorneweg.

Es gebe Ausländer die in die Gemeinde ziehen, denen man einfach nur das Begrüssungscouvert abgeben könne. «Bei anderen merkt man, dass sie der Sprache nicht mächtig sind und unsere Bräuche nicht kennen.» Bei diesen müsse man einhaken. Die meisten Neuzuzüger würden positiv auf ein solches Gespräch reagieren. Wenn nötig könne dabei ein Dolmetscher beigezogen werden. «So verstehen die Leute auch tatsächlich, worum es geht.» Laut Blaser wurden bisher rund 40 solcher Integrationsgespräche geführt.

«Wir haben kaum Ausländer in unserer Gemeinde. Wir überlegen uns darum, ob es nicht Sinn macht eine regionale Integrationsstelle aufzubauen», meinte Hardy Jäggi (Recherswil). Diesem Ansinnen pflichtete auch Bruno Meyer (Etziken) bei. Stefan Berger bezweifelte, dass es für Ausländer, die sich nicht integrieren, tatsächlich Sanktionen nach sich ziehen werde. Dies fragte sich auch Kuno Tschumi (Derendingen). «In der Sozialhilfe können wir Sanktionen kaum durchsetzen», so seine Erfahrung.

Yvonne Schär (Leiterin Fachstelle Integration) nahm diese Kritikpunkte auf. Sie gab zu, dass noch nicht alle Punkte bis zum letzten geklärt seien. «Wir sind zurzeit dabei die Erfahrungen der Pilotgemeinden auszuwerten.» Verbesserungen, auch in Sachen Datenaustausch, gebe es sicher mit dem neuen Ausländergesetz, das in der Pipeline sei.

Weiter war Kantonstierärztin Doris Bürgi Tschan zu Gast, die über das Hundewesen einerseits und die neue Tierdatenbank Amicus andererseits informierte. Ruedi Junker, Leiter Katastrophenvorsorge (Amt für Militär und Bevölkerungsschutz) informierte zudem über die Themen Notkommunikation und Evakuation.