Deitingen

Eine letzte Einsprache gegen die Ortsplanungsrevision ist hängig

Die Ortsplanungsrevision in Deitingen ist gut unterwegs. Von 18 Einsprachen ist jetzt noch eine hängig. Ein Ende in diesem Jahr ist absehbar.

Marlene Sedlacek
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Das Feld (Parzelle 299) liegt in mehreren Zonen. Der Gemeinderat möchte die Parzelle teilweise um- oder auszonen.

Das Feld (Parzelle 299) liegt in mehreren Zonen. Der Gemeinderat möchte die Parzelle teilweise um- oder auszonen.

Urs Byland

18 Einsprachen hatte der Gemeinderat betreffend Ortsplanungsrevision zu behandeln. Meist ging es um Baulinien, Sichtzonen, Raum für Strassenverbreiterungen oder Bachabstände. Teilweise wurden die Einsprachen zurückgezogen, manche schlug der Gemeinderat ab, einigen Begehren gab er statt. Die Möglichkeit, eine Strasse auf viereinhalb Meter Breite auszubauen, sollte vorhanden sein, fand Gemeinderat Jürg Schärli. Kehrichtwagen oder Schneeräumungsfahrzeuge hätten bei einer drei Meter breiten Strasse Probleme.

Auch sei schon das Kreuzen von Auto und Velo gefährlich. Was den Bachabstand betreffe, habe man keinen Handlungsspielraum, sagte Schärli. «Diese Abstände sind von der Eidgenössischen Gesetzgebung vorgegeben», erklärte er. Der Gemeinderat schickte beide Begehren bachab.

Kein Gehör fand auch die Forderung nach einer Beschränkung der Bauhöhe oder einem Verbot von Attikageschossen. Den Einspruch der Swisscom schmetterte der Gemeinderat ebenfalls ab. Diese verlangte, überall die Möglichkeit zu haben, Mobilfunkanlagen zu erstellen. Solche Forderungen stelle die Swisscom flächendeckend in der ganzen Schweiz, wusste Thomas Niggli vom Planungsbüro. Der Rat hiess hingegen das Begehren gut, Zonen von besonderer Schönheit in der Ortsbildschutzzone freizuhalten.

Noch ist nicht abschliessend klar, was mit der Parzelle Nummer 299 östlich der Fussballfelder geschehen soll. Diese Parzelle weist verschiedene Zonen auf. Sobald Klarheit über die Rechtslage bezüglich Umzonung und Entschädigung herrscht, wird der Gemeinderat mit dem Besitzer erneut verhandeln. Die entsprechende Antwort vom Kanton steht noch aus.

Die Einsprechenden haben nun die Möglichkeit, beim Regierungsrat Beschwerde gegen die Beschlüsse einzureichen. Daniel Schreier, Präsident des Ausschusses Ortsplanung hofft, dass die Ortsplanungsrevision dieses Jahr zum Abschluss kommt.

Kies für die nächsten 28 Jahre

Noch für drei bis vier Jahre reicht das in der Kiesgrube Mühlerain vorhandene Material für den Abbau. Nun möchte die Bürgergemeinde, die Besitzerin der Grube, diese ausbauen. Der Wald, welcher dem Ausbau zum Opfer fällt, wird andernorts wieder aufgeforstet. «Die Erweiterung soll 1,8 Millionen Kubikmeter verwertbaren Rohstoff liefern, was für die nächsten 28 Jahre reichen sollte», schätzt Bürgerrat Markus Schreier. Die Projektgruppe ist zusammengesetzt aus Vertretern der Bürger- und Einwohnergemeinde, des Kantons und der Planungsfirma. Die Grube ist vollständig im Wald, ein kleiner Teil davon ist belasteter Standort.

Eine Grundwasserschutzzone grenzt daran und das Gebiet dient der Tierwelt als Vernetzungssystem. Aus diesen Gründen haben in einer Begleitgruppe unter anderem Pro Natura, das Jagdrevier 20, der WWF und die Wasserversorgung Wangen a. Aare Einsitz.

Ein neuer Herd muss her

Der Herd in der Zweienhalle ist dermassen ramponiert, dass man den Vereinen die Küche aus Sicherheitsgründen nicht mehr zur Verfügung stellen darf. Gemeinderat Jan Binzegger präsentierte eine Offerte für einen neuen Herd mit Grillplatte und beantragte einen Nachtragskredit über 25'000 Franken. Michael Tüfer forderte weitere Offerten. Es gäbe sicher günstigere Lösungen, die den Anforderungen einer Grossküche ebenfalls entsprächen.