Recherswil

Die Jodler wollen das Wasserrad renovieren

Der Jodlerklub Waldrösli will ein kulturelles Wahrzeichen in Recherswil renovieren. Für mehrere tausend Franken wollen die Mitglieder das Wasserrad Ribeli sanieren.

Urs Byland
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Der Jodlerklub will anpacken. (Archiv)

Der Jodlerklub will anpacken. (Archiv)

Die Mitglieder des Jodlerklubs Waldrösli jodeln nicht nur. Sie pflegen auch anderes Kulturgut. Beispielsweise das Wasserrad Ribeli. Zumindest einige Mitglieder des Klubs mit einer Affinität zur Mechanik. Sie, das heisst eben der Jodlerklub, wollen das Wasserrad renovieren. «Unser Wunsch und erklärtes Ziel ist es, dass das Ribeli als historisches und kulturelles Wahrzeichen für unser Dorf und die Nachwelt erhalten bleibt.»

Die Instandstellung werde sich auf «mehrere tausend Franken» belaufen. Es folgt eine Bitte um entsprechende Zuwendung der Gemeinde. Ein ähnliches Gesuch eines Jugendklubs wäre wohl gleich sofort zurückgewiesen worden, mit der Bitte, den Wunsch doch mit einem Konzept, einer Betriebsordnung, einem Budget, einem Organigramm des Klubs, allfälligen Sponsorennamen etc. zu versehen.

Wasserrad müsste für alle zugänglich sein

Immerhin weiss Gemeindepräsident Hardy Jäggi, dass sich der Klub einen Beitrag von 2000 Franken wünscht. Er mag sich auch erinnern, dass das Wasserrad schon einmal vom Klub zum Laufen gebracht wurde und man dieses an einem 1.-August-Fest dann feierlich einweihte. «Häufig gelaufen ist es seither nicht», so sein trockener Kommentar. Er wünsche sich wenigstens, dass dann das renovierte Kleinod auch zugänglicher gemacht werde, als es heute ist. Irene Rüfenacht würde eine Renovation begrüssen, aber ein Konzept, wie und wer den Unterhalt erledigt, brauche es schon. «Ohne geht es nicht.»

Christian Erzer warf die Idee in den Raum, dass mit dem Wasserrad Strom produziert werden könnte. «Wasser kommt immer», so seine Einschätzung. Jan Flückiger ahnt Schlimmes: «Dann müsste auch der Innenraum gestaltet werden.» Einig war man sich, dass die 2000 Franken Ausgaben für die Gemeinde drinliegen. Bauverwalterin Karin Horisberger soll das Gespräch suchen und alle vom Gemeinderat eingebrachten Ideen dem Jodlerklub auseinandersetzen und zu Herzen bringen.

Der Jodlerklub werde alles in seiner Macht Stehende tun, dass dieses Vorhaben gelingt. «Insbesondere sind wir bereit, etliche nötige unentgeltliche Arbeitsstunden zu leisten», schreiben sie in ihrem Brief an die Gemeinde. Es folgt schriftlich der Dank und der Hinweis, dass der Jodlerklub im Gegenzug das von ihm organisierte und durchgeführte Einweihungsfest im Jahr 2021 mit der 1.-August-Feier der Gemeinde kombinieren könnte.