Neue Lösung
So will Deitingen Vandalenakten in der Zweienhalle den Riegel schieben

Mit einem elektronischen Schliesssystem will Deitingen die Zweienhalle sicherer machen.

Marlene Sedlacek
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Zweienhalle und Kirchturm, Deitingen.

Zweienhalle und Kirchturm, Deitingen.

rgw

Die Zweienhalle in Deitingen soll mit einem elektronischen Schliesssystem ausgestattet werden. Dafür sprach die Gemeindeversammlung einen Verpflichtungskredit über 150'000 Franken. Rund 160 Schlüssel seien heute im Umlauf, davon seien einige längst weitergegeben worden oder verloren, berichtete Jan Binzegger. Er sieht darin ein grosses Risiko. Bereits mehrmals seien Vandalenakte im Gebäude verübt worden, und es sei unmöglich, die Verursacher ausfindig zu machen. Mit einem elektronischen System könne genau nachvollzogen werden, wer wann das Gebäude betreten habe.

Die einzelnen Badges können zentral gesteuert und mit individuellen Zutrittsrechten ausgestattet werden. Ein unberechtigtes Öffnen der Türen löst Alarm aus. Binzegger zerstreute Bedenken aus dem Publikum, dass eine solche Lösung inklusive Folgekosten die Gemeinderechnung mit jährlich 20'000 Franken belasten werde. «Dies ist eine dauerhafte, langfristige Lösung, die mehr als zehn Jahre hält», versicherte er. Die anwesenden 55 Stimmberechtigten stimmten dem Kredit mit 47 Ja-Stimmen zu.

Aktuelle Finanzlage lässt positiv in die Zukunft blicken

Gleich zu Beginn der Budgetpräsentation verkündete Finanzverwalter Christoph Lütolf, dass die Rechnung 2021 voraussichtlich mit einem Ertragsüberschuss von 439'200 Franken anstatt mit dem budgetierten Minus von 260'800 Franken abschliesst. Auch das Budget 2022 sieht einen Ertragsüberschuss vor. Mit einem Plus von 150'400 Franken wird das Eigenkapital Ende Jahr wohl auf zwei Mio. Franken ansteigen, schätzt Lütolf. Somit nähere man sich dem vom Kanton geforderten Eigenkapitaldeckungsgrad von 30 Prozent an.

Die pessimistischen Prognosen im Zusammenhang mit der Pandemie hätte sich bislang nicht bewahrheitet und die STAF habe das befürchtete Steuerloch nicht aufgerissen, stellte er fest. Einerseits sei ein Wirtschaftswachstum festzustellen und zudem erhalte die Gemeinde Härtefallausgleich. Den Investitionen von 420'000 Franken steht der Eingang über 988'000 Franken von Anschlussgebühren, Perimeterbeiträgen und Subventionen entgegen. Somit ergibt sich eine Desinvestition von 568'000 Franken.

Finanzielle Unterstützung der Vereine wird reglementiert

Die Versammlung stimmte diskussionslos dem neuen Reglement für Vereinsbeiträge zu. Der Gemeinderat schätzt das Engagement der ortsansässigen Vereine und unterstützt deren Angebote mit jährlichen Beiträgen. Bisher waren die diesbezüglichen Kriterien nicht schriftlich festgehalten. Dieses Reglement bietet dem Gemeinderat nun eine zuverlässige Grundlage für die Ausrichtung der Beiträge.

Benedikt Meier informierte, wie man die Situation in Bezug auf das Bundesasylzentrum in den Griff bekommen will. «Mit einem offenen Dialog mit dem Zentrum wollen wir die Situation Schritt für Schritt weiter optimieren», sagte er. Bis um ein Uhr nachts patrouilliert die Protectas und rapportiert allfällige Vorkommnisse. Zudem soll die Hotline mit geschultem Personal professionalisiert werden.

«Sportminister» Benedikt Meier freute sich, die Korbballerinnen vom Turn- und Sportverein zu ehren. An der Schweizermeisterschaft sind sie nach langer Coronapause durchgestartet und haben den sensationellen dritten Platz geholt. «Macht weiter so und tragt den Namen Deitingen bis mindestens an die Landesgrenzen hinaus», forderte er sie augenzwinkernd auf.

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