Messen

Das Budget wird coronabedingt vorsichtig gerechnet — es wird ein Defizit von rund einer halben Million erwartet

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Die Gemeinde Messen plagen finanzielle Sorgen. (Archivbild)

Die Gemeinde Messen plagen finanzielle Sorgen. (Archivbild)

Oliver Menge

Die Gemeinde Messen plagen finanzielle Sorgen. Das erstaunt. Schrieb man doch die letzten Jahre durchweg schwarze Zahlen, konnte eine Mehrzweckhalle bauen, hat den Steuerfuss von astronomischen 140 auf 118 drücken und auch noch ein tolles Eigenkapital aufbauen können. Aber nun gerät der Finanzhaushalt langsam in Schieflage. Dies glaubt zumindest der Gemeinderat, der ein Budget besprach, das coronabedingt vorsichtig gerechnet wurde und vor der ersten Lesung mit einem Defizit von über 480'000 Franken abschloss.

Finanzverwalter Géo Voumard wies auf das drohende Versiegen der Finanzströme hin. Etwa den Finanz- und Lastenausgleich, der mit der Rechnung 2019 über 740'000 Franken einschenkte, mit dem Budget 2021 aber um gut 150'000 Franken geringer ausfallen wird. Versiegen wird 2025 auch die Entnahme aus der Neubewertungsreserve Finanzvermögen (230'000 Franken pro Jahr). Also machte sich der Gemeinderat an die Arbeit und strich einige Ausgabenposten. Am Ende konnte das Minus auf 370'000 Franken gedrückt werden. Einige Abklärungen sind noch nötig. Das Minus könnte noch milder ausfallen.

Positiv äusserte sich der Gemeinderat zum geplanten, privat initiierten Wärmeverbund in Messen. Zwar sei der Energiepreis teurer als bei einer konventionellen Anlage, wie Gemeinderat Adrian Grossenbacher (Ressort Umwelt) erklärte. «Aber wir setzen damit ein Zeichen für unseren Wald.» Der Wärmeverbund würde mindestens 30 Prozent der Holzschnitzel vom Forstbetrieb Bucheggberg beziehen, aber nur bei konkurrenzfähigen Preisen, so die Klausel. (uby)