Selzach

Beim Umbau des Gemeindehauses muss gespart werden

Die Selzacher müssen bei ihren anstehenden Bauprojekten sparen. So kann am Gemeindehaus nur das Nötigste gemacht werden.

Pascal Schild
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In Selzach müssen die Kosten eingedämmt werden.

In Selzach müssen die Kosten eingedämmt werden.

Oliver Menge

Beim ersten Kostenvoranschlag rechnete Selzach noch mit Investitionskosten von 1,3 Mio. Franken für die Sanierung und den Umbau des Gemeindehauses. Nicht dringend notwendige Massnahmen wurden nun aber wieder gestrichen, um die Kosten einzudämmen. So wird unter anderem auf den Ausbau des Obergeschosses, neue Oberlichter oder neue Bodenbeläge verzichtet. Auch die geplante Photovoltaikanlage, die mit 60'000 Franken budgetiert worden war, fiel den Kürzungen zum Opfer.

Die Idee ist aber nicht gänzlich vom Tisch. Viel mehr soll sie ausserhalb des Umbauprojektes – beispielsweise im Rahmen des Energiestadt-Labels – nochmals ins Auge gefasst werden. «Dann eventuell zusammen mit einer Elektrotankstelle, um den gewonnen Strom auch gleich effektiv zu nutzen», erklärte Bauverwalter Thomas Leimer. Neu hinzu kommt dafür ein Parkplatz mit behindertengerechtem Zugang für Rollstühle und Rollatoren. Somit kommt das Projekt noch mit einem Kostenvoranschlag von rund 1 Mio. Franken daher.

Kein Galeriegeschoss

Beim Neubau des Kindergartens habe sich an der Situation eigentlich nichts geändert. «Die Positionierung der beiden Baukörper ist noch immer gleich», erklärte Leimer. Allerdings wurde bei beiden Gebäuden das Galeriegeschoss weggelassen, was pro Gebäude zu Einsparungen von 115'000 Franken führt. Auch der Aussengeräteraum wurde massiv verkürzt. Die damit verbundenen Kostenersparnisse waren nötig, um das gesetzte Kostendach von 2,5 Mio. Franken nicht zu überschreiten.

Ausserdem mussten gegenüber dem ersten Kostenvoranschlag Anpassungen gemacht werden, da zunächst nicht alle Gebühren verrechnet wurden. «Ein Fehler, den wir nicht noch einmal machen», so Leimer. Eingeplant sind zudem Reserven von rund 120'000 Franken, was bei einem Projekt dieser Grössenordnung zwingend notwendig sei wie der Bauverwalter erläuterte. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen den Verpflichtungskredit von 2,5 Mio. Franken zur Freigabe an die Gemeindeversammlung zu bringen.

«Nicht befriedigend»

Die Einmündung Moosstrasse in die Dorfstrasse wurde gebaut, um das Gefahrenpotenzial des Verkehrs zu senken. Aldo Mann (FDP) erklärte aber, dass er mit der Situation «immer weniger zufrieden» sei. Bei PW-Fahrzeugen sei eine sicherere Verkehrsführung jetzt vielleicht gegeben, aber sobald grössere Fahrzeuge oder Anhänger im Spiel seien, werde das Gefahrenpotenzial sogar massiv erhöht. Um die Kurve kommt man in diesem Fall nur, wenn man die Mittellinie überquert und auf die Gegenfahrbahn gelangt. Der FDP-Gemeinderat machte daher beliebt, die Anpassung nochmals zu prüfen.

Der Bauverwalter erklärte, dass hinter der Massnahme grundsätzlich eine klare Planung stehe. Allerdings könne er nicht vollkommen ausschliessen, dass es zu keiner Diskrepanz zwischen Planung und Ausführung gekommen sei. Leimer will daher abklären, ob beides übereinstimmt und wird danach wieder an den Rat gelangen. Thomas Studer (CVP) warnte indes vor einem Schnellschuss und erklärte, dass neue Situationen oftmals einer Gewöhnungsphase bedürfen. Sollte die Planung allerdings etwas anderes vorgesehen haben, dann sieht auch Studer gegebenenfalls Handlungsbedarf.

Der Gemeinderat hat zudem einstimmig beschlossen das Traktandum über einen Beitrag an die Restaurierung der röm.-kath. Pfarreikirche, welches für die kommende Gemeindeversammlung geplant war, zu verschieben. Aus Sicht des Gemeindepräsidiums ist aufgrund des kürzlich eingegangenen Gesuches um Gewährung eines Darlehens von rund 2 Mio. Franken fraglich, ob nicht das Beitragsgesuch und das Darlehensgesuch gemeinsam an der Rechnungsgemeindeversammlung vorgelegt werden sollten.

Dies, weil das Geschäft vorab noch dem Präsidenten der Finanzkommission zur Stellungnahme vorgelegt wurde (Beurteilung Liquidität). Auch konnten wesentliche Punkte, wie die Dauer der Beanspruchung und die gewünschten Konditionen noch nicht abschliessend geklärt werden.