Aber wo?
Gemeinderat Riedholz «in der Tendenz» für eine Wasserstoff-Produktionsanlage

Der Gemeinderat Riedholz einigte sich über den Inhalt der Stellungnahme zum Projekt. Gemeindepräsidentin Sandra Morstein gibt Auskunft.

Urs Byland
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Beim Wasserkraftwerk Flumenthal soll eine Produktionsanlage für Wasserstoff hingestellt werden.

Beim Wasserkraftwerk Flumenthal soll eine Produktionsanlage für Wasserstoff hingestellt werden.

Oliver Menge

«In der Tendenz wird das Projekt einer Wasserstoffproduktionsanlage in Riedholz befürwortet», fasst Gemeindepräsidentin Sandra Morstein die Diskussion im Gemeinderat zusammen. Diese Tendenz werde sich auch in der Stellungnahme der Gemeinde an die Projektverantwortlichen bemerkbar machen. Nochmals seien die Auswirkungen auf Natur und Umwelt detailliert betrachtet worden.

Auch in der Frage des Standortes sei eine leichte Tendenz für das Kraftwerk festgestellt worden. Dieser Standort wurde ja in der Vergangenheit von einigen Mitgliedern des Gemeinderates in Frage gestellt. Lieber hätten sie die Wasserstoffproduktionsanlage beim Attisholz platziert.

Die Alpiq Hydro Aare AG will schweizweit eine Wasserstoffproduktion aufbauen. Hintergrund ist ein Pionierprojekt zur «Dekarbonisierung des Schwerverkehrs». Also keine Diesellaster, die mit ihrem Abgas die Luft belasten, sondern Brennstoffzellen-Elektro-Laster, die mit Wasserstoff betrieben werden.

Sandra Morstein, Gemeindepräsidentin Riedholz.

Sandra Morstein, Gemeindepräsidentin Riedholz.

Michel Lüthi

Bereits wurden 1600 Lastwagen geordert, die vermietet würden. Ein Tankstellennetz garantiert die schweizweite Versorgung. Der benötigte Wasserstoff soll regional produziert werden, etwa beim Kraftwerk Flumenthal.

Planung Sanierung der Gemeindeliegenschaften

Genehmigt wurde zudem ein Nachtragskredit von 45'000 Franken für das Projekt Sanierung gemeindeeigener Liegenschaften wie Werkhof, Kindergarten, Gemeindeverwaltung Schule und Mehrzweckhalle. «Es ist für Riedholz wichtig, dass die geplanten Arbeiten umfangreich abgeklärt werden. Wir wollen der Gemeindeversammlung genau sagen können, was, warum geplant ist und welche Kosten zu erwarten sind», erklärt Morstein.

Verabschiedet wurde weiter die Nutzungsplanung Attisholz Nord. Dabei konnte man sich mit den drei Einsprechern einigen, indem deren Anliegen so weit in die Planung einbezogen, dass diese auf einen Weiterzug ihrer Einsprache verzichteten. Die Nutzungsplanung wird nun dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegt.

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