Schultheaterwoche

Wie Theater spielen hilft, Streiteren unter den Schülern zu beenden

Auf Schloss Waldegg bei Feldbrunnen spielen Schulklassen aus dem ganzen Kanton Theater. Dies hilft, Streitereien unter den Schülern zu beenden.

Gundi Klemm
Drucken
Teilen
Schultheaterwoche Schloss Waldegg 2018
14 Bilder
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Die Grenchner Schüler bringen als Clowns in komischen Situationen das Publikum zum Lachen.
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg
Schultheaterwoche Schloss Waldegg

Schultheaterwoche Schloss Waldegg 2018

Hansjörg Sahli

Es ist lebendig rund um das wieder aufgebaute Theaterzelt im Innenhof von Schloss Waldegg. Dazu gehören rufende Stimmen, Spiele unter den schattenspendenden Bäumen, aber auch das «Gänggele» am Kiosk. Zur Sicherheit noch schnell vor der Nachmittagsaufführung eine Probe eingeschoben haben Alexandra Tschumi und Fabian Hosner, die beide die 4. Klasse aus dem Grenchner Halden-Schulhaus in einem Halbpensum unterrichten. «Für uns und unsere Jugendlichen war die Arbeit mit Werkzeugen der Theaterpädagogik in Zusammenarbeit mit Martina Mercatali als Leiterin der Schultheaterwoche ein deutlicher Gewinn», berichten beide Lehrkräfte.

In der Beschäftigung der Klassenmitglieder mit «Nähe und Distanz» hätten früher übliche Streitereien aufgehört, und die Klasse wurde friedlicher, indem ein echtes Miteinander entstanden sei. «Uns allen gab dies Mut, gemeinsam einen Stoff für die Bühne zu entwickeln, um an der Schultheaterwoche mitzuwirken», so beide Lehrkräfte.

Gute Ideen – selbst entwickelt

Auf die Frage, wer denn die guten Ideen für das Bühnenspiel «Theater im Varieté» beigesteuert habe, nennen die Viertklässler Alvin, Rayan und Chris ganz ehrlich ihre beiden Lehrer und Martina Mercatali, die ihre Klasse in Grenchen mehrfach besucht habe. «Aber wir spielen das Stück vor Publikum auf der Bühne».

Jetzt unmittelbar vor der Aufführung spüren alle doch leichtes Lampenfieber: «Es kribbelt so im Bauch», sagen sie. Im Vorfeld der Schultheaterwoche war die Theaterpädagogin weit über 60 Mal unterwegs, um Lehrpersonen und Mitwirkenden der 19 diesjährig berücksichtigen Produktionen die nötige Sicherheit für ihre Auftritte zu geben.

Bei den jungen Grenchnerinnen und Grenchnern läuft es deshalb auf der Bühne sprachlich, mimisch und gestisch in den sechs, mit herzhafter Komik angefüllten Szenen wie am Schnürchen. Auf der Bühne nehmen unterschiedliche Gäste Platz: etwa der klein gewachsene Vater mit der hoch aufgeschossenen, der Telefonitis verfallenen Tochter oder das schwerhörige alte Paar und weitere, die sich über den Varieté-Eintrittspreis empören oder endlich den Schleckstängel wollen. Beeindruckend endet das teils musikalisch untermalte Varieté mit einem rhythmischen Klopfkonzert auf und mit Besenstielen und langen Klanghölzern.

Begeisterte Zuschauer

Kaum läutet die Glocke im Schlosshof zum Beginn der Vorstellung, ist das Theaterzelt in Windeseile unter der zuweisenden Organisation des langjährigen Leiters Werner Panzer gefüllt. Ganze Schulklassen, Eltern wie beispielsweise die Familie Aebischer aus Grenchen oder Kulturförderer wie Franz Grimm sorgen mit viel Beifall für mitreissende Stimmung. Die Erwachsenen sind sich einig, dass dieses Theatertreffen als alljährliche Konstante im Schulwesen ein wichtiges und gutes Projekt darstellt.

Damit das gesamte sehenswerte Programm bis Freitagnachmittag, 22. Juni, so reibungslos gelingt, sind weitere gute «Geister» im Einsatz wie die beiden Musik- und Lichttechniker Roland Kneubühler und Simon Herger.

Der ab heute Mittwoch für Mittel- und Oberstufe geeignete Spielplan ist abrufbar über www.schultheaterwoche.ch