Verstorben
Von diesen Solothurnerinnen und Solothurnern mussten wir 2021 Abschied nehmen

Ein grosser Soziologe, eine Museumsgründerin, eine Taxi-Legende: 2021 sind mehrere bekannte Persönlichkeiten verstorben, die die Region und den Kanton geprägt haben.

Urs Moser
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Bischof Hans Gerny

Der frühere Bischof der christkatholische Kirche der Schweiz (bis 2001) war 1986 in seiner Heimatstadt Olten zum Bischof geweiht worden. Er starb im Januar 84-jährig in Bern.


Oliver Menge

Urs Jaeggi, Soziologe, Künstler, Schriftsteller

Der gebürtige Solothurner war nicht nur Verfasser vieler soziologischer Arbeiten, sondern auch Autor belletristischer Werke. 1981 wurde er Träger des Ingeborg-Bachmann-Preises. Er starb im Februar 89-jährig in Berlin.


Bruno Kissling

Massimo Hauswirth, Architekt

Er war international tätig. Aber der Architekt Massimo Hauswirth hat auch Olten geprägt - Stadthalle, Hammercenter oder etwa das SIS-Gebäude sind Stichworte. Mitte Februar verstarb er 76-jährig.


Bruno Kissling

Christian Schenker, Liedermacher

Der schweizweit bekannte Kinderliedermacher aus Kappel bleibt als kreativer Künstler mit grosser Schaffenskraft in Erinnerung. Er erlag im Mai mit 50 Jahren einem Hirntumor.


Thomas Ulrich

Rosi Gadient, Taxi-Legende

Sie kannte das Solothurner Nachtleben in- und auswendig. Jahrzehntelang brachte Rosi Gadient die Nachtschwärmer sicher nachhause. In ihrem Taxi spiegelte sich die Gesellschaft, oft war sie Psychologin. Rosa-Maria Gadient starb Ende Mai 74-jährig.


Keystone

Schang Hutter, Künstler

Dem grossen Bildhauer wurde es in der Solothurner Heimat immer wieder zu eng und es zog ihn doch auch immer wieder zurück. Immer wieder setzte er sich mit der Verletzlichkeit der Menschen auseinander. 1991 hatte er für die SP als Ständerat kandidiert. Er starb im Juni mit 86 Jahren.


Hanspeter Bärtschi

Balz Bruder, Journalist

Er war ein leidenschaftlicher und umtriebiger Journalist. Balz Bruder war seit Oktober 2018 Chefredaktor von SZ, GT und OT. Zuvor hatte er jahrzehntelang im Aargau geschrieben- und war dort zeitweise auch als - talentierter - Politberater von Regierungsrätin Susanne Hochuli tätig. Im Juli schied er 53-jährig aus dem Leben.


Sandra Ardizzone

Wolfgang Hafner, Historiker

Der Wirtschafts- und Sozialhistoriker lebte im Aargau, blieb seiner Thaler Heimat und dem Kanton Solothurn aber immer eng verbunden. Er erlag im Juli mit 72 einem Krebsleiden.


Manfred Schmid/Getty

Peter Buser, Mäzen und Millionär

Der skurrile Selfmade-Millionär und Mäzen – er sponserte das neue Stadion des TV Grenchen – war in Trimbach aufgewachsen. Zuletzt lebte er im Fürstentum Liechtenstein. Er starb im Juli mit 84 Jahren.


Alois Winiger

André Kamber, Konservator Kunstmuseum Solothurn

Als erster vollamtlicher Konservator hat er das Kunstmuseum Solothurn nachhaltig geprägt. Seine Ausstellungsprojekte fanden nationale, ja internationale Beachtung. Er starb im September mit 89 Jahren.


Oliver Menge

Lotte Ravicini, Museumsgründerin

Die Journalistin engagierte sich auf vielen Ebenen, war insbesondere aber bekannt als Gründerin des Kabinetts für sentimentale Trivialliteratur. Im September schloss sich ihr Lebenskreis in Solothurn. Sie wurde 91 Jahre alt.


Hanspeter Bärtschi

Rolf Späti, Politiker

Er war einst Kantonsrat, aber viel bekannter als die meisten seiner Kollegen. Der sozial engagierte CVP-Politiker Rolf Späti war über die Jahrzehnte in zahlreichen Vereinen und Verbänden aktiv. Im September verstarb er 58-jährig.


Hanspeter Bärtschi

Otto Lehmann, Künstler

Der in Solothurn geborene und aufgewachsene Maler war einer der wichtigen Schweizer Kunstschaffenden seiner Generation. Er erlag im Oktober mit 78 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls.


Michel Lüthi

Jürg Parli, Zeichner

Jüpas Figuren mit den grossen Nasen waren unverkennbar. Der Illustrator und Zeichner starb im November nach kurzer Krankheit mit 83 Jahren.


Simon Binz

Kurt Schenk, Gewichtheber und Europameister

Er war erfolgreicher Gewichtheber, mehrfacher Schweizer Meister und Europameister, Trainer und Begründer einer ganzen Dynastie von Gewichthebern. Im Dezember ist der Grenchner Kurt Schenk im Alter von 84 Jahren friedlich eingeschlafen.