Kantonsrat

«Tiny Houses» sollen gleiche Anforderungen an die Energie- und Haustechnik erfüllen

Das Solothurner Kantonsparlament hält nichts davon, baurechtliche Bestimmungen den Minihäusern anzupassen.

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Die Tiny Houses bekommen keine eigene neue Gebäudekategorie.

Die Tiny Houses bekommen keine eigene neue Gebäudekategorie.

AT-Verlag

Die Mehrheit des Kantonsrats geht mit der Regierung einig und sieht keine Notwendigkeit, baurechtliche Bestimmungen anzupassen, um bewilligungstechnische Hürden für «Kleinwohnformen» abzubauen, wie das ein Auftrag von Christof Schauwecker (Grüne, Solothurn) verlangt hatte.

Dabei geht es nicht nur, aber hauptsächlich um sogenannte «Tiny Houses»: Minihäuser mit einer Wohnfläche von in der Regel 15 bis maximal 40 Quadratmetern. Solche zu realisieren scheitere oft an Auflagen wie unverhältnismässigen Anschlussgebühren, Parkplatzerstellungspflicht oder Energienachweis, führte Christof Schauwecker ins Feld, der solche Wohnformen auch als Beitrag zur inneren Verdichtung sieht. Der Regierungsrat und mit ihm die Mehrheit des Parlaments hingegen sahen nicht ein, «warum für Tiny Houses nicht die üblichen, hohen Anforderungen an die Energie- und Haustechnik eingefordert werden sollen».

Abgesehen davon sei zu bezweifeln, ob sie tatsächlich einen relevanten Beitrag zur angestrebten Siedlungsentwicklung nach innen leisten können. Einen weiteren Einwand brachte Thomas Lüthi (GLP, Hägendorf) ein: Die Schaffung einer eigenen neuen Gebäudekategorie führe wohl kaum zu einem Bürokratieabbau, eher im Gegenteil. (mou)