Solothurner feiern heissen 1.August zuhause – verschärft sich die Waldbrandgefahr?

Die Feierlichkeiten des 1. August wurden coronabedingt abgesagt. Für die Kantonspolizei heisst dies aber nicht, dass weniger Patroullien als üblich aufgeboten werden.

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Dieses Jahr werden wohl mehr Schweizer am Bundesfeiertag zuhause sein. (Archiv)

Dieses Jahr werden wohl mehr Schweizer am Bundesfeiertag zuhause sein. (Archiv)

VALENTIN FLAURAUD

Das Bundesfeier-Wochenende dieses Jahr wäre wunderschön. Der 31.Juli fällt auf einen Freitag; der 1.August wird ein richtig heisser und sonniger Tag. Die Geschäfte sind zu, selbst der Märet in Solothurn findet am Samstag nicht statt. Er wird am Freitag vorgezogen. Alle Solothurner haben frei. Ideale Voraussetzungen also für eine rauschende Feier. Fast. Denn die Festivitäten zum Bundesfeiertag fallen dieses Jahr Corona zum Opfer. Die Gemeinden haben die Feiern und Feuerwerke abgesagt.

Das grosse Feuerwerk in Solothurn und in anderen Gemeinden wird es dieses Jahr nicht geben.

Das grosse Feuerwerk in Solothurn und in anderen Gemeinden wird es dieses Jahr nicht geben.

Leserfoto

Das wird aber die Bevölkerung nicht davon abhalten, diesen Feiertag draussen zu verbringen. Die Sonne will ja auch genossen werden. Die Kantonspolizei Solothurn rechnet an der Aare und anderen Orten mit einem höheren Menschenaufkommen. «Das schöne Wetter und die Tatsache, dass in diesem Jahr viele Bürgerinnen und Bürger in der Schweiz Ferien machen bzw. zu Hause bleiben, dürfte tatsächlich dazu beitragen, dass sich rund um den 1. August mehr Menschen an beliebten Ausflugszielen aufhalten als in den Vorjahren», teilt Mediensprecher Bruno Gribi auf Anfrage mit. Bei der Polizei werden wie üblich am 1.August zusätzliche Patrouillen im Einsatz sein. Das Augenmerk liegt laut Gribi auf den «beliebten und bekannten Ausflugszielen».

Was die Polizei im Hinblick aufs Wochenende betont: Die vom Bundesamt für Gesundheit festgelegten Corona-Massnahmen sollten eingehalten werden.

Wie steht es um die Waldbrandgefahr?

Was die Waldbrandgefahr betrifft, entscheiden die zuständigen Behörden am Donnerstagmorgen über das weitere Vorgehen bzw. über allfällige Massnahmen. Die letzte Lagebeurteilung stammt vom 23.Juli. In mehreren Regionen – Thierstein und Dorneck, Thal, Olten, Solothurner Jurasüdfuss – wurde die Waldbrandgefahr als «erheblich» (Stufe 3) eingestuft. In allen anderen Regionen ist die Gefahr momentan als «mässig» (Stufe 2) beurteilt. «Ohne Niederschlag ist mit einer Verschärfung der Waldbrandgefahr zu rechnen», hiess es im Bericht.

Wie werden die Behörden am Donnerstag entscheiden? Diego Ochsner, Chef im Amt für Militär und Bevölkerungsschutz, will nichts zur aktuellen Situation vornewegnehmen. Man habe am Donnerstagmorgen wie jede Woche eine Telefonkonferenz und werde den Entscheid nachher kommunizieren.

Letztes Jahr drohte ein Feuer- und Feuerwerksverbot für den 1. August. Doch am Wochenende vorher gab es noch genug Niederschlag, um die Gefahr herunterzustufen. (ldu)